Essen setzt auf Bierdeckel, um Bürger über Olympia 2032 zu befragen
Essen startet neue Plattform für Bürgerfeedback zur Olympiabewerbung
Essen hat eine ungewöhnliche Methode eingeführt, um Bürgerinnen und Bürger in die Diskussion über die Olympische Bewerbung der Stadt einzubinden: das Projekt "Pottdeckel" (Ruhr-Deckel). Dabei kommen bedruckte Bierdeckel in Kneipen und Restaurants zum Einsatz, die Gespräche über die Bewerbung anregen sollen. Rund 50 Gaststätten in der ganzen Stadt beteiligen sich an der Aktion, die ziviles Engagement in den Alltag tragen will.
Das "Pottdeckel"-Projekt ist Teil des Essener Portals "unsere Stadt" und wird in Zusammenarbeit mit der Privatbrauerei Jacob Stauder umgesetzt. Jeder Bierdeckel trägt Fragen zur Bewerbung der Region Rhein-Ruhr für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2032. Ziel ist es, lockere Diskussionen unter Gästen anzustoßen – ganz nebenbei beim Essen oder Trinken.
Auf jedem Deckel sind zwei QR-Codes aufgedruckt: Einer führt zu einer Informationsseite über die Olympiabewerbung, der andere zu einer Plattform, auf der Nutzerinnen und Nutzer ihre Meinung anonym abgeben können.
Bürgermeister Thomas Kufen bezeichnete die Initiative als Weg, um Bürgerbeteiligung niedrigschwelliger zu gestalten. Statt auf formelle Versammlungen oder Umfragen zu setzen, schafft der Bierdeckel eine entspannte Atmosphäre für den Austausch. Während die erste Auflage auf die Olympiabewerbung fokussiert ist, soll "Pottdeckel" langfristig genutzt werden. Künftige Versionen werden sich mit weiteren lokalen Themen befassen und Kneipengespräche zu einem festen Bestandteil der Bürgerbeteiligung machen.
Das "Pottdeckel"-Projekt läuft in 50 Essener Gaststätten und verbindet traditionelle Kneipenkultur mit modernem Dialog über Stadtpolitik. Durch QR-Codes und anonyme Rückmeldungen hofft die Stadt, ein breiteres Meinungsbild zur Olympiabewerbung zu erhalten. Bei Erfolg sollen die Bierdeckel dauerhaft als Instrument für die Diskussion kommunaler Themen etabliert werden.






