Essen gestaltet drei öffentliche Plätze klimafreundlich um – doch einer bleibt ausgenommen
Lukas AlbrechtEssen gestaltet drei öffentliche Plätze klimafreundlich um – doch einer bleibt ausgenommen
Essen treibt ein großes Vorhaben voran, um seine öffentlichen Räume an den Klimawandel anzupassen. Die Stadt beteiligt sich an einem Bundesprogramm zur Neugestaltung urbaner Flächen – drei Standorte stehen derzeit im Fokus der Planung. Geplant sind umfangreiche Bürgerbeteiligung und detaillierte Umgestaltungen für zwei der Areale.
Die Initiative mit dem Titel „Raum fürs Klima“ ist Teil des Bundesprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Der Essener Stadtrat beschloss die Teilnahme im Februar 2023. Seitdem wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die konkrete Maßnahmen für drei Standorte vorsieht: den Marktplatz in Überruhr-Hinsel, den Borbecker Marktplatz sowie den Giebelplatz auf der Margarethenhöhe.
Zwei der Flächen sollen im Rahmen von „Variante 2“ umfassender umgestaltet werden, um Bundesfördergelder zu erhalten. Betroffen sind der Marktplatz in Überruhr-Hinsel und der Giebelplatz. Der Borbecker Marktplatz hingegen wird nicht umgebaut – hier gab es Bedenken wegen des Verlusts von Parkplätzen und möglicher Auswirkungen auf die ansässigen Geschäfte.
Das Projektteam arbeitet eng mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zusammen, um die Ergebnisse der Studie zu präzisieren. Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, die Pläne in öffentlichen Versammlungen mitzugestalten. Rückmeldungen aus Gremien, Veranstaltungen und der Förderstelle fließen in die nächste Planungsphase ein.
Zusätzlich ist in den kommenden Wochen eine separate Bürgerversammlung speziell zum Giebelplatz vorgesehen.
Nun geht das Projekt in die detaillierte Planung über – unter Einbeziehung der öffentlichen Anregungen und technischer Anpassungen. Für Überruhr-Hinsel und den Giebelplatz werden überarbeitete Entwürfe erstellt, während der Borbecker Marktplatz unverändert bleibt. Mit der Teilnahme am Bundesprogramm will Essen klimaresilientere öffentliche Räume in der gesamten Stadt schaffen.






