Essen diskutiert wirksame Strategien gegen Kinderarmut auf der Zeche Zollverein
Jonas MayerEssen diskutiert wirksame Strategien gegen Kinderarmut auf der Zeche Zollverein
Diskussion über Kinderarmut und Präventionsstrategien in Essen mit Helmut Schmidt und Eventim
Auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen fand kürzlich eine Fachveranstaltung zu Kinderarmut und präventiven Gegenmaßnahmen statt. Organisiert von der Steuerungsgruppe kinderstark, brachte die Veranstaltung Expertinnen und Experten aus Bildung, Jugendhilfe, Gesundheitswesen und Sozialarbeit zusammen, um wirkungsorientierte Ansätze in der kommunalen Präventionsarbeit zu erörtern.
Im Mittelpunkt standen Vorträge renommierter Forscherinnen und Praktiker: Gerda Holz präsentierte Erkenntnisse zu Kinderarmut und den Herausforderungen, vor denen Kommunen bei der Umsetzung wirksamer Präventionsmaßnahmen stehen. Stefan Schmidt von schmidt evaluation hielt anschließend einen Impulsvortrag darüber, wie eine wirkungsorientierte Steuerung Präventionsprogramme, -projekte und -initiativen verbessern kann.
Carsten Bluhm, Leiter des Essener Jugendamts, betonte die Notwendigkeit größerer Teilhabe und gleicher Chancen, um die Folgen von Armut für junge Menschen zu bekämpfen. Sybille Krüger, die die kinderstark-Koordinierungsstelle leitet, unterstrich dies und hob die Bedeutung von Wirkungsorientierung für die Gestaltung von Präventionsplanung und Politikentwicklung hervor. Die Diskussion knüpfte an die "Integrierte Kommunale Präventionsstrategie" Essens an, die der Stadtrat im März 2024 verabschiedet hatte. Diese Strategie ist zentral für den Ausbau der Essener Präventionskette – ein lokales Konzept zur Unterstützung benachteiligter Kinder und Familien. Das Programm kinderstark – NRW schafft Chancen, gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, erhält 2025 rund 14,3 Millionen Euro, um solche Vorhaben in der Region weiter voranzutreiben.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig datengestützte und partizipative Ansätze im Kampf gegen Kinderarmut sind. Mit der fortlaufenden Förderung durch die Landesregierung können Städte wie Essen ihre Präventionsstrategien weiter stärken. Im Fokus bleibt, messbare Erfolge zu erzielen und allen Kindern faire Bildungschancen zu ermöglichen.