04 December 2025, 00:34

Erzbistum Paderborn formt Kirchen um – zwischen Schließung und interreligiöser Öffnung

Eine Kirche ist prominent in der Bildmitte zu sehen.

Erzbistum Paderborn formt Kirchen um – zwischen Schließung und interreligiöser Öffnung

Erzbistum Paderborn formt Kirchengebäude um – Sparzwang und sinkende Besucherzahlen erfordern harte Entscheidungen

Das Erzbistum Paderborn gestaltet seine Kirchengebäude neu, da Haushaltskürzungen und rückläufige Gottesdienstbesucher schwierige Weichenstellungen erzwingen. Einige Gemeinden, wie etwa St. Kilian, sind zerrissen zwischen der Frage, ob sie ihre Räume schließen oder umwidmen sollen. Andere, wie St. Heinrich, gehen hingegen voran und setzen sich dafür ein, Kirchen offener und inklusiver für alle Glaubensrichtungen zu gestalten.

Jahrzehntelang stützte sich das Erzbistum Paderborn auf ein Pfarrmodell aus den 1970er-Jahren – mit eigener Kirche, Pfarrhaus und Gemeinschaftsraum für jede Gemeinde. Doch schrumpfende Mitgliederzahlen und finanzielle Engpässe machen nun einen Wandel notwendig. Sechs Pfarreien, darunter St. Heinrich sowie St. Konrad mit St. Philipp Neri, erproben derzeit einen neuen Ansatz: Sie bilden einen "Pfarrverbundsrat", der künftig seelsorgerische und bauliche Entscheidungen trifft und damit die bisherigen Pfarrgemeinderäte ersetzt. Ziel ist eine stärkere Zusammenarbeit, die bis 2026 umgesetzt werden soll.

Die Änderungen treten zum 1. Januar 2026 vollständig in Kraft – mit der Folge, dass weniger Kirchen aktiv bleiben. Manche werden geschlossen, andere könnten zu kulturellen oder interreligiösen Begegnungsstätten umgestaltet werden. Die Neuausrichtung des Erzbistums spiegelt dabei einen bundesweiten Trend wider: schrumpfende Gemeinden und die Notwendigkeit, finanziell tragfähig zu bleiben.