30 May 2026, 12:24

"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet mit Protesten gegen fossile Energien lahm

Größter Rohrleitungshersteller besetzt

"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet mit Protesten gegen fossile Energien lahm

Klimaschutzaktivist:innen der antikapitalistischen Allianz Ende Gelände haben am Freitag im gesamten Ruhrgebiet koordinierte Proteste durchgeführt. Rund 1.500 Menschen beteiligten sich an Demonstrationen gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastrukturen und Energiekonzerne. Zu den Aktionen zählten Blockaden, Besetzungen und Märsche an mehreren zentralen Orten.

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In Gelsenkirchen-Scholven blockierten Protestierende das Kraftwerk Scholven, wo derzeit der Bau einer neuen Gaseinheit geplant ist. Aktivist:innen installierten zudem Solarmodule auf dem Gelände, um erneuerbare Alternativen zu fördern. Gleichzeitig besetzte eine weitere Gruppe die Werksgleise von Europipe in Mülheim an der Ruhr, dem größten Pipeline-Hersteller Europas.

Eine weitere Demonstration fand in Hamm statt, wo Aktivist:innen in Richtung Hauptbahnhof zogen. Sie trugen ein Transparent mit der Aufschrift „Energiekonzerne enteignen!“ Eine dritte Gruppe störte den Schichtwechsel im Hüttenwerk Friedrich Wilhelms Hütte, ebenfalls in Mülheim.

Die Proteste stehen im Vorfeld einer großen Demonstration, die für Samstag geplant ist. Die Organisator:innen erwarten tausende weitere Teilnehmer:innen, darunter Unterstützung von Umweltverbänden und der Aktivistin Greta Thunberg. Allerdings bestätigte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein polizeiliches Verbot der Kundgebung am Kraftwerk Gersteinwerk. Unbeirrt haben die Organisator:innen Berufung eingelegt und erwägen, die Auftaktkundgebung näher an Hamm zu verlegen.

Die Freitagproteste markierten eine breite Offensive gegen fossile Energieträger im Ruhrgebiet. Mit noch größeren Demonstrationen am Samstag zeigen sich die Organisator:innen entschlossen, die Energiepolitik trotz rechtlicher Hürden herauszufordern. Die Allianz fordert weiterhin einen Ausstieg aus dem Gas und den Umstieg auf erneuerbare Energielösungen.

Quelle