20 January 2026, 13:02

Eltern kämpfen um ihren beliebten Schulleiter – doch die Bezirksregierung bleibt hart

Eine Person hält ein "Lehrer für die Zukunft"-Schild, steht zwischen einer Gruppe von Menschen mit Rucksäcken und Stiefeln.

Eltern kämpfen um ihren beliebten Schulleiter – doch die Bezirksregierung bleibt hart

Matthias Landsberg, der 66-jährige Schulleiter der Schiller-Schule in Unna-Massen, muss bis zum 31. Januar 2026 sein Amt aufgeben. Trotz seines Antrags auf Verlängerung seiner Tätigkeit hat die Bezirksregierung Arnsberg eine Weiterbeschäftigung in dieser Position abgelehnt. Eltern und Kollegen setzen sich nun für seinen Verbleib ein – aus Sorge über die Folgen seines Abschieds.

Landsberg arbeitet seit über vier Jahrzehnten im Bildungsbereich, davon 23 Jahre als Schulleiter. In seiner gesamten Laufbahn nahm er nur zehn Krankheitstage. Obwohl er das Renteneintrittsalter erreicht hat, bewarb er sich um eine Verlängerung an der Schiller-Schule – vergeblich.

Der Schulelternrat lehnt die Entscheidung entschieden ab und warnt vor Unruhen, sollte Landsberg mitten im Schuljahr gehen. Die Eltern starteten eine Petition mit rund 1.000 Unterschriften und organisierten eine Protestaktion zu seiner Unterstützung. Eine weitere Eingabe an den Landtag von Nordrhein-Westfalen wird noch geprüft. Falls er die Schule verlassen muss, wäre Landsberg bereit, in einer anderen Funktion zu bleiben, um sein Wissen in Unna einzubringen. Sollte auch das nicht möglich sein, droht ihm eine Versetzung als Sport- und Schwimmlehrer an eine andere Schule. Die Bezirksregierung hat die Schulleiterstelle bisher nicht neu ausgeschrieben, sodass die zukünftige Führung der Schule ungewiss bleibt. Sein Fall fällt in eine Zeit, in der Nordrhein-Westfalen unter Lehrermangel leidet – was die Sorgen über die Auswirkungen seines Abgangs noch verstärkt.

Landsbergs Ausscheiden ist für den 31. Januar 2026 vorgesehen, sofern die Behörden ihre Entscheidung nicht überdenken. Der Schulelternrat kämpft weiter für seinen Verbleib, während die Schule auf Klarheit über ihre künftige Leitung wartet. Bis dahin bleibt die Petition die zentrale Initiative, um ihn im Amt zu halten.