31 December 2025, 17:05

E.ON-Chef Birnbaum erklärt Nord Stream 1 für unrettbar – und warnt vor neuen Risiken

Autos in einem Keller mit einem Rohr am Dach und einem weiteren Gebäude oben rechts.

E.ON-Chef Birnbaum erklärt Nord Stream 1 für unrettbar – und warnt vor neuen Risiken

Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender von E.ON, hat sich zu den Themen Energiesicherheit und die Zukunft von Nord Stream 1 geäußert. Die Pipeline bleibt nach dem Sabotageakt außer Betrieb, wobei der beschädigte Abschnitt mittlerweile mit Ostseewasser überflutet ist. Seine Aussagen fallen in eine Zeit wachsender Bedenken hinsichtlich der Verlässlichkeit Russlands als Energielieferant.

Birnbaum bestätigte, dass Nord Stream 1 derzeit nicht funktionsfähig ist. Die Explosionsstelle habe sich mit Meerwasser gefüllt, was die Pipeline unbrauchbar mache. Zwar hält E.ON Anteile an der Betreibergesellschaft, doch die Suche nach den Verantwortlichen für den Anschlag bleibt weiterhin unklar.

Er sprach sich entschieden gegen eine Wiederinbetriebnahme der sabotierten Pipeline aus. Stattdessen betonte er, dass es sich dabei um eine europäische Herausforderung handele – nicht nur um ein deutsches Problem. Russlands anhaltender Krieg in der Ukraine habe das Vertrauen in die Energiezusagen des Landes weiter erschüttert, so Birnbaum.

Der Vorstandsvorsitzende warnte zudem vor gezielten Angriffen auf kritische Infrastruktur. Er verwies auf die russischen Angriffe auf ukrainische Einrichtungen als Beispiel für eine Verwundbarkeit, die alle Gesellschaften betreffe. Darüber hinaus äußerte er Besorgnis über Drohnen, die in der Nähe deutscher Kraftwerke und Flughäfen gesichtet wurden, und forderte eine erhöhte Wachsamkeit.

Birnbaum riet von künftigen Energieabkommen mit Russland ab, sofern nicht auch Nachbarländer einbezogen würden. Seine Haltung spiegelt das wachsende Misstrauen gegenüber Moskau als langfristigem Lieferanten wider.

Die Pipeline Nord Stream 1 bleibt abgeschaltet, der beschädigte Abschnitt liegt unter Wasser. Birnbaums Warnungen unterstreichen die größeren Sicherheitsrisiken, die mit der Abhängigkeit von russischer Energie verbunden sind. Seine Aussagen deuten auf einen Wandel im europäischen Umgang mit Infrastruktur-Schutz und Lieferantentreue hin.