Düsseldorfer Weihnachtsmarkt scheitert mit neuem Bestellsystem – Besucher sind empört
Clara MeyerDüsseldorfer Weihnachtsmarkt scheitert mit neuem Bestellsystem – Besucher sind empört
Weihnachtsmarkt führt neues Bestellsystem ein – "Deutschland ist verrückt geworden"
Teaser: Ein Weihnachtsmarkt in Düsseldorf sorgt für Aufsehen. Neue Bestellmethoden und hohe Preise verärgern die Besucher.
Ein neues Online-Bestellsystem für Glühwein auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt hat bei vielen Gästen für Frust gesorgt. Seit der Einführung im November 2025 sollte das System Wartezeiten verkürzen und Menschenmassen entzerren. Doch stattdessen mehren sich Klagen über lange Schlangen, höhere Preise und unfreundliches Personal.
Der Markt vor Schloss Benrath verlangt von den Besuchern nun, ihre Bestellungen digital an einem speziellen Stand aufzugeben. Diese Umstellung hat für Verwirrung und Verzögerungen gesorgt – und die vorweihnachtliche Stimmung getrübt.
Betrieben wird das System von der Weihnachtsmarkt Benrath GmbH, die damit den Service optimieren und Überfüllung vermeiden wollte. Kunden müssen nun einen QR-Code scannen, ihr Getränk auswählen und es an einer separaten Theke abholen. Viele empfinden das Verfahren als umständlich, besonders bei kaltem Wetter.
Auch die Preise sorgen für Unmut. Der Durchschnittspreis für einen roten Glühwein ist in Deutschland seit 2024 um 7 Prozent und seit 2023 sogar um 15 Prozent gestiegen. Auf dem Düsseldorfer Markt empfinden einige Besucher den Aufschlag als überzogen für das, was sie geboten bekommen.
Die Preisspanne ist bundesweit groß: Während man in Dortmund mit 3,50 Euro pro Becher am günstigsten davonkommt, verlangen Städte wie Berlin, München oder Hamburg deutlich mehr. Die Differenz zwischen dem niedrigsten und höchsten Preis beträgt mittlerweile 4 Euro – ein weiterer Grund für die Verärgerung derer, die tief in die Tasche greifen müssen.
Zusätzlich verschärft das Verhalten des Personals die Unzufriedenheit. Einige Gäste berichten von gestressten oder unfreundlichen Mitarbeitern, was den Besuch weniger genussvoll macht. Die Kombination aus technischen Pannen, höheren Kosten und angespannten Interaktionen hat dem Markt seinen gewohnten Charme genommen.
Das neue System hat sein Versprechen auf reibungsloseren Ablauf nicht eingelöst. Stattdessen führt es zu längeren Wartezeiten, höheren Ausgaben und sinkender Kundenzufriedenheit. Die Veranstalter sollten ihr Konzept überdenken – spätestens bis zum nächsten Jahr.