30 October 2025, 08:02

Düsseldorf: Interessenvertretungen kämpfen für sicherere Schadowstraße nach Kindesverletzung

Menschen auf Fahrrädern auf einem Weg mit Pfosten und einem Gehweg auf der linken Seite.

Düsseldorf: Interessenvertretungen kämpfen für sicherere Schadowstraße nach Kindesverletzung

Ende Juni wurde ein Kind nach einem Unfall mit einem Radfahrer in der Schadowstraße in Düsseldorf ins Krankenhaus eingeliefert. Der Vorfall hat Besorgnis ausgelöst und lokale Initiativen auf den Plan gerufen: Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Fußgängerverband FUSS e.V. haben sich zusammengeschlossen, um die Verkehrsprobleme auf dieser Straße anzugehen. Der aktuelle Radweg in der Schadowstraße – zwischen Berliner Allee und Tonhallenstraße – ist zwar vier Meter breit, aber schlecht erkennbar. Jürgen Achterberg vom ADFC kritisierte die Farbgebung, die sich kaum von der Fahrbahn abhebt und es Fußgängern erschwert, den Radweg wahrzunehmen. Diese mangelnde Sichtbarkeit führe dazu, dass Passanten oft unachtsam die Straße überqueren und so das Unfallrisiko steige. Norbert Zeitz vom Düsseldorfer Seniorenbeirat wies auf die fehlende Seniorenfreundlichkeit der aktuellen Verkehrssituation hin. Besonders ältere Fußgänger gehörten zu den gefährdetsten Verkehrsteilnehmern auf der Schadowstraße, betonte er. Ferry Weber von FUSS e.V. Düsseldorf teilte diese Bedenken und kritisierte den "Verkehrsdezernenten" Jochen Kral, der trotz fachlicher Hinweise bereits im vergangenen Herbst keine Maßnahmen eingeleitet habe. ADFC und FUSS e.V. fordern nun gemeinsam Verbesserungen für die Schadowstraße. Die Stadt soll die gefährlichen Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern entschärfen – etwa durch besser sichtbare Radwege. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere der schwächeren, stehe für sie an erster Stelle.