Dresdner Pappornamente: Wie vergoldete Kunststücke Weihnachten veredeln
Jonas MayerDresdner Pappornamente: Wie vergoldete Kunststücke Weihnachten veredeln
Goldpreis und Silber auf Pappe: Wie Dresdner Pappornamente jedes Weihnachtsgeschenk veredeln
Ein Sammler, eine vergessene Werkstatt und Andy Warhol: Dresdner Pappornamente sind seit Jahren ein Kultphänomen – und verzaubern noch immer mit Goldpreis und Silber jedes Weihnachtsgeschenk
Dresdner Weihnachtsornamente, einst eine preiswerte Alternative zu edlen Festtagsschmuckstücken, sind heute begehrte Sammlerstücke. Die filigranen, vergoldeten Pappstücke – geformt als Sterne, Federn oder Hasen – entstanden um 1900. Selbst der Pop-Art-Künstler Andy Warhol ließ sich von ihrer Handwerkskunst inspirieren und integrierte sie in seine weihnachtlichen Collagen.
Ursprünglich als erschwingliche Alternative zu aufwendigen Metallarbeiten oder handgeschnitzten Holzfiguren aus dem Erzgebirge konzipiert, ahmt der aus geprägtem, vergoldetem Karton gefertigte Schmuck Luxus zu einem Bruchteil der Kosten nach. Mit der Zeit wurden die Ornamente aufgrund ihrer Haltbarkeit und künstlerischen Qualität zu gefragten Antiquitäten.
Heute verbinden Dresdner Pappornamente Vergangenheit und Gegenwart – geschätzt von Sammlern und Künstlern gleichermaßen. Während die Bemühungen von Kleinediekmann ihre Produktion bis heute sichern, verewigte Warhols Kunst ihren Platz in der modernen Kultur. Die zarten Dekorationen, einst bescheidene Alternativen, sind heute zeitlose Symbole der Weihnachtsradition.