22 March 2026, 04:28

Dortmunds radikale Kaderreform: Abschied von Stars, Fokus auf junge Talente

Ein junger Mann in einem blauen Trikot des Everton FC steht auf einem Fußballfeld in einem Stadion.

Dortmunds radikale Kaderreform: Abschied von Stars, Fokus auf junge Talente

Borussia Dortmund formt seinen Kader mit mutigen Entscheidungen und langfristiger Planung um. Der Verein wird die Verträge der Leistungsträger Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht verlängern, während mit Kapitän Emre Can noch über eine Vertragsverlängerung verhandelt wird. Diese Neuausrichtung entspricht Dortmunds Strategie, junge Talente zu fördern und gewinnbringend zu verkaufen, statt auf etablierte Stars zu setzen.

Die Transferpolitik des BVB hat sich in den letzten Jahren gewandelt: Der Fokus liegt darauf, junge Spieler gezielt aufzubauen und später zu hohen Ablösesummen abzugeben. Aktuelle Beispiele sind der Wechsel von Jude Bellingham für 103 Millionen Euro zu Real Madrid 2023 oder Erling Haalands 60-Millionen-Transfer zu Manchester City 2022. Dieser Ansatz steht im Kontrast zur Philosophie des FC Bayern München, der lieber Topstars wie Harry Kane (100 Millionen Euro, 2023) verpflichtet, oder zu RB Leipzigs datenbasierter Nachwuchsförderung, die Spieler wie Benjamin Šeško gezielt aufwertet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die anstehenden Abgänge von Brandt und Süle markieren einen Einschnitt für die Mannschaft. Geschäftsführer Carsten Cramer sieht darin jedoch keine Rückschläge, sondern Chancen, den Verein voranzubringen. Kritiker warfen Dortmund in der Vergangenheit vor, bei der Kaderplanung zu zögerlich zu agieren – doch Cramer betont, dass der Club nun konsequenter handeln müsse.

Unterdessen verhandelt der verletzte Kapitän Emre Can über einen neuen Vertrag. Wie bei Brandt, Süle und Özcan läuft auch sein Vertrag im Sommer aus, doch der BVB scheint an seiner Führungskraft festhalten zu wollen. Die Strategie des Vereins spiegelt einen größeren Trend im deutschen Fußball wider: Auch Teams wie Bayer Leverkusen oder der VfB Stuttgart setzten in der Saison 2025/26 auf den Verkauf von Schlüsselspielern – etwa Florian Wirtz für 150 Millionen Euro an Bayern oder Enzo Millot für 40 Millionen Euro zu Manchester United.

Dortmunds Kurs ist klar: Die Förderung junger Talente und wirtschaftliche Nachhaltigkeit stehen über dem Festhalten an alternden Stars. Die Abgänge von Brandt und Süle werden den Kader prägen, während eine mögliche Vertragsverlängerung mit Can für Kontinuität sorgen könnte. Mit Cramers Forderung nach mehr Entschlossenheit will der Verein seine Position sowohl sportlich als auch wirtschaftlich stärken.

Quelle