Dortmunds Champions-League-Traum wankt nach 0:2-Debakel gegen Tottenham
Lukas AlbrechtDortmunds Champions-League-Traum wankt nach 0:2-Debakel gegen Tottenham
Borussia Dortmund erleidet schwere 2:0-Niederlage gegen Tottenham Hotspur in der Champions League
Die Niederlage wirft den BVB in der Gruppenphase aus den Top Acht und gefährdet die direkten Qualifikationschancen für die K.-o.-Phase massiv. Der ehemalige Torhüter Roman Weidenfeller kritisierte im Anschluss die Mannschaftsleistung in scharfen Worten.
Die Pleite ist ein weiterer Rückschlag in einer ohnehin schon schwierigen Saison für Dortmund. Das frühe Ausscheiden im DFB-Pokal und der wachsende Rückstand auf den FC Bayern München in der Bundesliga hatten den Druck erhöht, in Europa zu überzeugen. Die Champions League bleibt nun die letzte große Chance auf einen Titel in dieser Spielzeit.
Vereinslegende Weidenfeller ließ in seiner Analyse keine Zweifel an seiner Haltung: Er stellte die Mentalität, den Einsatz und den Willen der Spieler im Spiel gegen Tottenham infrage. Seine Kritik galt auch der allgemeinen Leistungsstärke des Teams, das auf dem Platz nicht ansatzweise das Potenzial zeige, das der Kader auf dem Papier habe. Mit nur noch einem Gruppenspiel bleibt Dortmund gegen Inter Mailand ein Pflichtsieg. Sportdirektor Sebastian Kehl forderte, die Gruppenphase "ordentlich abzuschließen" und die erwarteten Standards zu erfüllen. Trainer Niko Kovač, der im Februar 2026 nach der Entlassung von Nuri Şahin übernommen hatte, steht nun vor der Aufgabe, die Mannschaft für das entscheidende Duell zu mobilisieren. Das Mindestziel des Clubs bleibt das Erreichen des Achtelfinales – ein Scheitern würde einen weiteren enttäuschenden europäischen Abgang für einen Verein bedeuten, der einst für Kontinuität auf höchstem Niveau stand.
Die schwache Vorstellung gegen Tottenham hat die Kritik an Spielern und Führung weiter verschärft. Das letzte Gruppenspiel gegen Inter Mailand wird nun über den Einzug in die K.-o.-Phase entscheiden. Ein überzeugender Auftritt ist jetzt unverzichtbar, um ein frühes Champions-League-Aus zu vermeiden.