Dortmunds Champions-League-Krise: Nach 0:2 gegen Tottenham droht das Aus
Jonas MayerDortmunds Champions-League-Krise: Nach 0:2 gegen Tottenham droht das Aus
Borussia Dortmund gerät nach deutlicher 0:2-Niederlage gegen Tottenham Hotspur in der Champions League zunehmend unter Druck. Die Pleite wirft die Mannschaft aus den Top acht zurück und gefährdet ihren Einzug in die K.-o.-Phase. Unterdessen fordert der ehemalige Torhüter Oliver Kahn dringende Veränderungen im Team.
Die Niederlage am 24. Januar markierte einen Rückschlag für Dortmunds Europapokal-Kampagne. Kahn betonte nach dem Spiel, die Mannschaft müsse "absolute Ehrlichkeit" zeigen, um ihre Probleme zu lösen. Nur durch eine offene Auseinandersetzung mit den Schwächen könne die Wende gelingen.
Laut Berichten wandte sich vor dem anstehenden Spiel gegen Inter Mailand kein Spieler an Kahn. Stattdessen ergiff er selbst die Initiative und drängte auf mehr Selbstkritik im Team. In der Bundesliga bleibt Dortmund zwar seit elf Spielen ungeschlagen, liegt aber elf Punkte hinter Tabellenführer Bayern München. Der sieben Punkte betragende Vorsprung auf die Europa-League-Plätze bietet zwar etwas Luft, doch Trainer Niko Kovač warnt vor Selbstzufriedenheit. Er verwies auf die Gefahr durch die Verfolgerteams und forderte eine deutlich bessere Leistung im nächsten Spiel. Am Samstag steht nun das Bundesliga-Duell gegen Union Berlin an. Kovač machte klar: Verbesserung sei alternativlos, um die Position zu halten.
Nach dem Rückschlag gegen Tottenham hängt Dortmunds Champions-League-Zukunft in der Schwebe. Zwar bleibt die Ligaform stabil, doch Kovačs Mahnungen lassen keinen Spielraum für Fehler. Nun muss die Mannschaft gegen Union Berlin reagieren – und gleichzeitig interne Probleme klären, bevor es im nächsten europäischen Wettbewerb weitergeht.