Dortmunds Abwehrkrise vor dem Gladbach-Duell: Wer hält die Stellung?
Jonas MayerDortmunds Abwehrkrise vor dem Gladbach-Duell: Wer hält die Stellung?
Borussia Dortmund und die drohende Personalnot in der 1. Bundesliga
Borussia Dortmund steht im letzten 1. Bundesliga-Spiel des Kalenderjahres vor erheblichen Personalproblemen. Im Heimspiel am Freitag (20:30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach lastet der Druck besonders auf der Abwehr – doch nicht nur dort.
2025-12-17
Vor dem letzten 1. Bundesliga-Spiel des Jahres gegen Borussia Mönchengladbach kämpft Borussia Dortmund mit einer Abwehrkrise. Mehrere Leistungsträger fallen aufgrund von Verletzungen, Sperren und Nationalmannschafts-Einsätzen aus, was Trainer Edin Terzić vor schwierige Entscheidungen stellt.
Die Ausfälle in der Defensive und im Mittelfeld werfen Fragen zur Kaderstärke für die anstehende 2. Bundesliga-Partie auf.
Die Personalsorgen begannen mit dem langzeitverletzten Salih Özcan, der sich weiterhin von Achillessehnenproblemen erholt. Waldemar Anton und Aaron Anselmino, die sich im Champions-League-Spiel gegen Bodø/Glimt verletzten, laborieren an Oberschenkel- bzw. Sprunggelenksbeschwerden und gelten als fraglich. Beide fehlten bereits beim Liga-Remis gegen Freiburg und werden voraussichtlich auch am Freitag nicht dabei sein.
Niklas Süle, ein weiterer Innenverteidiger, fällt weiterhin mit einer Zehenverletzung aus und kehrt vor Jahresende nicht mehr zurück. Emre Can, der sich von Adduktorenproblemen erholt, ist noch nicht voll belastbar, während Nico Schlotterbeck als einziger einsatzbereiter Spezialist für die Innenverteidigung bleibt. Julian Ryerson könnte notfalls zentral aushelfen müssen – was die personellen Ressourcen zusätzlich belastet.
Auch im Mittelfeld ist die Auswahl begrenzt: Jobe Bellingham ist nach seiner Roten Karte gegen Freiburg für zwei Spiele gesperrt, während Julian Brandt und Marcel Sabitzer das gleiche Spiel wegen Sprunggelenks- bzw. Muskelproblemen verpassten. Ob sie gegen Mönchengladbach einsatzbereit sind, steht noch in den Sternen.
Hinzu kommt, dass Ramy Bensebaini zum Afrika-Cup abgereist ist, was die defensive Deckung weiter schwächt. Mit nur drei etatmäßigen Innenverteidigern – Schlotterbeck, Can und Süle –, von denen keiner voll fit ist, steht Dortmund vor der Herausforderung, eine ausgewogene Startelf aufzubieten.
Das Spiel gegen Mönchengladbach wird für den dezimierten BVB-Kader zur Nagelprobe. Mit Verletzungen, Sperren und Länderspiel-Abstellungen ausgedünnt, muss die Mannschaft auf Improvisationslösungen in Abwehr und Mittelfeld setzen. Der Ausgang könnte davon abhängen, wie gut die verbliebenen Spieler mit ungewohnten Rollen und dem Druck zurechtkommen.