Dortmunder Azubis kämpfen mit Armut trotz Ausbildung – neues Förderprogramm soll helfen
Lukas AlbrechtDortmunder Azubis kämpfen mit Armut trotz Ausbildung – neues Förderprogramm soll helfen
Über 12.000 Auszubildende in Dortmund kämpfen mit finanziellen Problemen während ihrer Berufsausbildung. Viele verdienen zu wenig, um ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken – besonders jene, die in einer eigenen Wohnung leben. Ein neues Förderprogramm soll nun den Druck für die Bedürftigsten lindern.
Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) der Bundesagentur für Arbeit bietet finanzielle Unterstützung für Auszubildende, die mit ihrem Einkommen nicht auskommen. Anspruchsberechtigt sind Volljährige, Verheiratete, in einer Partnerschaft Lebende oder Alleinerziehende ohne elterliche Unterstützung. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) betont, wie entscheidend diese Förderung ist, um Auszubildende über Wasser zu halten.
Allein im Dortmunder Baugewerbe absolvieren rund 208 junge Menschen eine Ausbildung. Doch branchenübergreifend reichen die niedrigen Ausbildungsvergütungen oft nicht aus. Miete, Lebensmittel, Kleidung und Fahrtkosten summieren sich schnell – viele können kaum ihre Fixkosten decken.
Um die Anspruchsberechtigung zu prüfen, stellt die Arbeitsagentur einen online BAB-Rechner zur Verfügung. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/berufsausbildungsbeihilfe-bab. Die Beihilfe zielt insbesondere auf hohe Wohnkosten ab, um zu verhindern, dass Auszubildende sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können.
Das BAB-Programm soll die Lücke zwischen Ausbildungsvergütung und Lebenshaltungskosten schließen. Da in Dortmund Tausende betroffen sind, könnte die Unterstützung vielen helfen, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Aktuelle Zahlen zur Inanspruchnahme liegen zwar nicht vor, doch das Programm nimmt weiterhin Anträge entgegen.






