06 May 2026, 04:59

Dortmund kämpft gegen steigende Gewaltkriminalität mit neuen Polizeimaßnahmen

Grafik, die die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffengebrauch von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Dortmund kämpft gegen steigende Gewaltkriminalität mit neuen Polizeimaßnahmen

Dortmund verzeichnet Anstieg der Kriminalität – Gewaltstraftaten steigen um fast 7 %

In Dortmund ist die Kriminalität im vergangenen Jahr gestiegen: Die Zahl der Gewaltdelikte kletterte um knapp 7 %, während die insgesamt erfassten Straftaten um 4,23 % auf 73.209 im Jahr 2024 zunahmen. Als Reaktion darauf hat die örtliche Polizei neue Maßnahmen eingeleitet, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern.

Wie die aktuellen Zahlen zeigen, stieg die Gewaltkriminalität in Dortmund von 3.423 Fällen im Jahr 2023 auf 3.660 im Jahr 2024. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei der Straßenkriminalität aus, die um 19,09 % zunahm. Fast 43 % dieser Delikte betrafen Diebstähle aus Fahrzeugen oder Vandalismus. Auch Straßenraub verzeichnete einen leichten Anstieg um zwei Prozent – acht Fälle mehr als im Vorjahr.

Einbruchsdiebstähle in Wohnungen nahmen ebenfalls leicht zu: 2024 wurden 64 weitere Fälle gemeldet, sodass die Gesamtzahl auf 1.312 stieg. Trotz des Anstiegs konnte die Polizei eine hohe Aufklärungsquote halten und 54,79 % aller Straftaten aufklären – die beste Bilanz unter den Großstädten Nordrhein-Westfalens.

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Um der Entwicklung entgegenzuwirken, richtete die Polizei im April 2024 eine Sonderermittlungseinheit ein, die sich gezielt mit Wiederholungstätern befasst, die wiederholt mit Waffen drohen. Bisher wurden 189 Personen überprüft, was zu 125 rechtlich bindenden Messerverboten führte. In 21 Fällen wurde gegen diese Verfügungen verstoßen, während sich 56 Betroffene daran hielten.

Weitere Änderungen umfassen eine neu strukturierte Herangehensweise bei der Bekämpfung von Gewaltkriminalität. Eine neu gegründete „Einheit für Gewaltdelikte“ wird die Bearbeitung ausgewählter Straftaten zentralisieren. Zudem wurde das Personal der „Kriminalinspektion 32“, die sich auf jugendliche Straftäter spezialisiert, aufgestockt. Gezielte Einsätze in Risikogebieten sollen die Jugendkriminalität eindämmen.

Die Polizeistrategie sieht eine strengere Überwachung von Waffendrohungen sowie eine Konzentration auf Brennpunkte der Jugendkriminalität vor. Mit einer Aufklärungsquote von über 54 % bleibt die Dortmunder Polizei weiterhin darauf fokussiert, Straftaten aufzuklären. Die neue Sondereinheit und die umstrukturierten Ermittlerteams sollen dem jüngsten Anstieg an Gewalt- und Straßenkriminalität entgegenwirken.

Quelle