Dormagen gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Zeremonie
Lukas AlbrechtDormagen gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht mit bewegender Zeremonie
Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht am 9. November 2025 in Dormagen
Am Sonntag, dem 9. November 2025, findet in Dormagen eine Gedenkfeier zum 87. Jahrestag der Novemberpogrome 1938 – auch bekannt als Reichspogromnacht – statt. Bei den nationalsozialistischen Gewalttaten wurden damals jüdische Synagogen, Geschäfte und Wohnhäuser angegriffen und zerstört. Die Veranstaltung wurde von Schülerinnen und Schülern lokaler Schulen organisiert, die alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme einladen.
Die Feier beginnt um 18:00 Uhr auf dem Jüdischen Friedhof Zonser Heide. Bürgermeister Erik Lierenfeld wird mit einer Ansprache eröffnen, gefolgt von Beiträgen der beteiligten Schulen. Dazu zählen die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, das Bettina-von-Arnim-Gymnasium, die Hackenbroich-Realschule sowie das Leibniz-Gymnasium Hackenbroich. Auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Dormagen, der Integrierten Gesamtschule Dormagen und des Berufskollegs Dormagen wirken mit.
Regina Nawrot, stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Dormagen-Kiryat Ono, wird während der Zeremonie ein Gebet sprechen. Im Anschluss legen Bürgermeister Lierenfeld und der Vereinsvorsitzende Uwe Schunder einen Blumengruß nieder. Männliche Teilnehmer werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen. Nach der Gedenkfeier sind alle Gäste eingeladen, sich in der Friedenskirche Zons bei Suppe und Getränken auszutauschen. Der Empfang bietet Raum für Reflexion und Gespräche.
Die Veranstaltung erinnert an die Opfer der Novemberpogrome und die jüdische Gemeinschaft, die von der Gewalt betroffen war. Die Organisatoren betonen die Bedeutung einer breiten Teilhabe und laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Den Abschluss des Abends bildet ein gemeinsames Gedenken in der Kirche.