Dokumentarfilm zeigt NS-Zeit in Westfalen: Einblicke in eine vergessene Alltagsgeschichte
Jonas MayerDokumentarfilm zeigt NS-Zeit in Westfalen: Einblicke in eine vergessene Alltagsgeschichte
Am 27. Januar 2023 zeigt die Volkshochschule (VHS) Gütersloh eine Dokumentation über das Leben in Westfalen während der NS-Herrschaft. Die Veranstaltung unter dem Titel „Unter dem Hakenkreuz: Westfalen 1933–1945 in Amateurfilmen“ beginnt um 19:00 Uhr und soll zur Auseinandersetzung mit dieser dunklen Epoche der Geschichte anregen. Die Organisatoren laden die Öffentlichkeit ein, teilzunehmen und sich im Anschluss an eine Diskussion zu beteiligen.
Der 70-minütige Film wurde vom LWL-Medienzentrum für Westfalen produziert. Er stützt sich auf über 60 Amateuraufnahmen, die den Alltag, öffentliche Feiern und die Veränderungen im Kriegsverlauf in zehn Kapiteln darstellen. Die Dokumentation bietet einen seltenen Einblick, wie sich die NS-Zeit zwischen 1933 und 1945 in der Region entwickelte.
Dr. Ralf Springer vom LWL-Medienzentrum wird die Vorführung einleiten. Im Anschluss an den Film moderiert er eine Diskussion, um das Verständnis zu vertiefen und Fragen des Publikums zu beantworten. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der VHS Gütersloh, des Stadtarchivs und des LWL-Medienzentrums. Interessierte werden gebeten, sich vorab unter www.vhs-gt.de anzumelden, um den Organisatoren die Planung zu erleichtern. Bei freien Kapazitäten können jedoch auch spontane Besucher zugelassen werden.
Die Filmvorführung bietet die Gelegenheit, die regionale Geschichte anhand originaler Aufnahmen und Fachkommentaren zu beleuchten. Durch die Kombination aus Film und Diskussion möchte die Veranstaltung den Dialog über die NS-Zeit und ihre bis heute spürbaren Folgen fördern. Die Teilnahme steht allen offen; die Organisatoren ermutigen die Bevölkerung zur aktiven Mitwirkung.