Deutz AG kämpft mit Krise: Umsatzprognose sinkt auf 1,8 Milliarden Euro
Lukas AlbrechtDeutz AG kämpft mit Krise: Umsatzprognose sinkt auf 1,8 Milliarden Euro
Deutz AG steckt in einer schweren Krise: Bau- und Landmaschinensektor brechen ein
Die Deutz AG steht vor einem deutlichen Abschwung, da die Märkte für Baumaschinen und Landtechnik stark unter Druck geraten sind. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für 2024 drastisch nach unten korrigiert und ein umfassendes Sparprogramm gestartet. Unter neuer finanzieller Führung versucht der Konzern nun, die schwierige Phase zu meistern.
Der weltweite Markt für Bau- und Landmaschinen hat spürbar an Fahrt verloren, was die Gewinne von Deutz belastet. Während Konkurrenten wie CNH Industrial kürzlich bessere als erwartete Ergebnisse vorlegen konnten, sieht sich Deutz zum schnellen Handeln gezwungen. Statt der bisher prognostizierten 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro erwartet das Unternehmen nun nur noch einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro für 2024.
Um die Talfahrt aufzuhalten, hat Deutz strenge Sparmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören der Abbau von Überstunden, die Einführung von Kurzarbeit, Reisebeschränkungen für Mitarbeiter sowie Kürzungen im Bereich "Neue Technologien". Zudem sind Stellenstreichungen, Produktionsrückgänge und eine Straffung der Verwaltung vorgesehen. Die ersten Einsparungen, die bereits umgesetzt wurden, sollen bis zum Ende dieses Quartals rund 20 Millionen Euro bringen.
Langfristig strebt das Unternehmen an, die jährlichen Kosten bis 2026 um 50 Millionen Euro zu senken. Trotz der aktuellen Herausforderungen hält Deutz an seiner "Dual+"-Strategie fest, mit der bis 2030 ein Umsatz von 4 Milliarden Euro bei einer EBIT-Marge von 10 Prozent erreicht werden soll. Seit dem 1. Oktober zeichnet Oliver Neu als neuer Finanzvorstand für die Umstrukturierung verantwortlich. Am 7. November wird das Unternehmen seine jüngsten Quartalszahlen veröffentlichen, die weiteren Aufschluss über den Fortschritt geben dürften.
Das Sparprogramm von Deutz läuft bereits auf Hochtouren, erste Einsparungen sollen noch vor Jahresende wirksam werden. Die angepasste Umsatzprognose spiegelt die anhaltende Belastung in den Kernmärkten wider. Die nächsten Finanzdaten werden zeigen, ob die Maßnahmen die Position des Unternehmens stabilisieren können.






