02 January 2026, 00:59

Deutschlands Wirtschaft stottert: Nur 0,2 Prozent Wachstum für 2025 erwartet

Plakat mit einer Brücke und einem Zug

Prognose: NRW-Wirtschaft wächst nur leicht - Deutschlands Wirtschaft stottert: Nur 0,2 Prozent Wachstum für 2025 erwartet

Deutschlands Wirtschaft bleibt schwach – nur minimales Wachstum für 2025 erwartet

Die konjunkturellen Aussichten Deutschlands bleiben gedämpft: Für 2025 prognostiziert das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung lediglich einen bescheidenen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent bundesweit. Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland, muss sogar mit einem noch schwächeren Wachstum von nur 0,1 Prozent rechnen.

Noch im Frühjahr hatte das Institut für 2025 eine leicht optimistischere Einschätzung abgegeben und ein Plus von 0,3 Prozent erwartet. Doch der globale Protektionismus, hohe Energiepreise und aggressive Handelspolitik – insbesondere die US-Zölle – belasten die Exportwirtschaft schwer. Vor allem Unternehmen in Nordrhein-Westfalen spüren die Folgen, da amerikanische Handelsbarrieren die Nachfrage nach ihren Produkten drosseln.

Die Landesregierung hat bisher keine gezielten Maßnahmen angekündigt, um die Konjunktur direkt anzukurbeln. Stattdessen konzentriert sie sich auf Klimaschutz und die Energiewende. Projekte wie das Bündnis „Heizkeller der Zukunft“ sowie Fördermittel in Höhe von über 107 Millionen Euro für Photovoltaik und Klimatechnologien unterstreichen diese Priorität. Zwar wird auch internationale Zusammenarbeit vorangetrieben, doch konkrete Pläne, um das für 2026 gesetzte Wachstumsziel von 1,1 Prozent zu erreichen, fehlen. Ökonomen blicken dennoch verhalten optimistisch in die Zukunft: Sowohl Nordrhein-Westfalen als auch Deutschland insgesamt könnten 2026 ein Wachstum von 1,1 Prozent erreichen – eine leichte Erholung nach dem schwachen Vorjahr.

Die angepassten Prognosen bestätigen die anhaltenden Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft. Während 2025 kaum Impulse zu erwarten sind, deutet sich für 2026 eine allmähliche Besserung an. Bis dahin bremsen jedoch Handelskonflikte und hohe Energiekosten die Entwicklung, ohne dass kurzfristig politische Gegenmaßnahmen in Sicht wären.