04 November 2025, 22:01

Deutschlands Top-Female-Chefs Drängen auf Veränderungen in der Männer-dominierten Branche

Zwei Frauen in Kochschürzen mit Gegenständen in den Taschen stehen in einem Raum mit Menschen, Tischen, Stühlen, einer Blumenvase und Schüsseln, unter roter Beleuchtung an der Wand.

Deutschlands Top-Female-Chefs Drängen auf Veränderungen in der Männer-dominierten Branche

In der deutschen Gastronomie sind nur 33 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Dennoch setzen sich viele Spitzenköchinnen für familienfreundlichere Strukturen in der Branche ein. Ein aktueller Bericht zeigt, dass 2024 erstmals die Mehrheit der ausgebildeten Köchinnen und Köche weiblich war – ein positives Zeichen für einen Wandel. Die Food-Journalistin Denise Wachter hat mit ihrer Plattform "Chef:in" einen wichtigen Schritt zur Förderung von Köchinnen unternommen. Seit dem Start 2025 vertritt sie 18 der renommiertesten Köchinnen Deutschlands, deren Namen jedoch nicht öffentlich genannt werden. Die Plattform hat es geschafft, die Sichtbarkeit von Frauen in kulinarischen TV-Formaten deutlich zu erhöhen. Eine dieser prägenden Köchinnen ist Zora Klipp, Küchenchefin im Café Weidenkantine und im Restaurant Blattgold. Mit ihrem Fokus auf pflanzenbasierte Küche setzt sie sich dafür ein, traditionelle Hierarchien in der Küche aufubrechen. Gleichzeitig machte Clara Hunger, Köchin aus Hamburg, 2025 mit ihrer Pop-up-Bar "Nullkommaeins" in St. Pauli auf sich aufmerksam und bereichert damit die kulinarische Vielfalt der Stadt. Trotz dieser Fortschritte bleibt die Zahl der mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Köchinnen in Deutschland gering: 2025 waren es 14 Frauen im Vergleich zu 337 Männern. Initiativen wie "Chef:in" arbeiten jedoch daran, die Sichtbarkeit und Vernetzungsmöglichkeiten für Köchinnen zu verbessern. Während immer mehr Frauen in der Gastronomie Fuß fassen und sich behaupten, wächst auch der Druck, mehr Geschlechtergerechtigkeit und familienfreundliche Arbeitsbedingungen durchzusetzen.