Deutsche Telekom und T-Mobile: Fusion gegen SpaceX-Druck beschleunigt
Die Deutsche Telekom beschleunigt ihre Pläne zur Fusion mit ihrer US-Tochter T-Mobile. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Konkurrenz auf dem Mobilfunkmarkt. Erste Berichte über die mögliche Fusion waren Ende April über Bloomberg News und das Handelsblatt veröffentlicht worden.
Vorstandschef Timotheus Höttges hat ein Team damit beauftragt, die Fusionsstrategie auszuarbeiten. Ziel ist es, die Deutsche Telekom und T-Mobile unter einer gemeinsamen Holding-Struktur zu vereinen. Seit den ersten Meldungen arbeitet er daran, das Vorhaben robuster zu gestalten.
Der Druck zur Fusion steht laut Insidern im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Börsengang von SpaceX. Das mit rund zwei Billionen US-Dollar bewertete Unternehmen gilt als künftiger Konkurrent im Mobilfunksektor. Dies hat bei Führungskräften der Telekom in Bonn Besorgnis ausgelöst – insbesondere mit Blick auf die Ambitionen von Elon Musk.
T-Mobile bringt derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 200 Milliarden US-Dollar mit, während die Deutsche Telekom auf rund 130 Milliarden Euro geschätzt wird. Trotz der Größe beider Konzerne liegen sie damit deutlich hinter SpaceX zurück. Ein Sprecher der Deutschen Telekom wollte sich nicht zu den laufenden Planungen äußern.
Die Fusionsgespräche haben in den letzten Wochen deutlich an Fahrt aufgenommen. Mit dem geplanten Deal soll ein stärkeres gemeinsames Unternehmen geschaffen werden, um der aufkommenden Konkurrenz zu begegnen. Die drohende Präsenz von SpaceX im Sektor scheint ein zentraler Treiber für den beschleunigten Zeitplan zu sein.
