Deutsche Telekom baut europäisches KI-Sprachmodell SOOFI mit Millionenauftrag auf
Henry KochDeutsche Telekom baut europäisches KI-Sprachmodell SOOFI mit Millionenauftrag auf
Deutsche Telekom sichert sich Millionenauftrag für KI-Projekt SOOFI der Leibniz Universität Hannover
Die Deutsche Telekom hat einen bedeutenden Auftrag für die Unterstützung des KI-Projekts SOOFI erhalten, das von der Leibniz Universität Hannover geleitet wird. Der im zweistelligen Millionenbereich liegende Deal umfasst den Aufbau der technischen Infrastruktur für die Entwicklung eines europäischen KI-Sprachmodells. Nach Bekanntgabe der Vereinbarung stiegen die Aktien des Konzerns am Donnerstagmorgen leicht an.
Am SOOFI-Projekt beteiligen sich sechs deutsche Forschungseinrichtungen sowie zwei Start-ups, darunter die Fraunhofer-Gesellschaft, die Leibniz Universität Hannover und der KI-Verband Deutschland. Die Initiative wird mit 20 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und läuft bis Juli 2026. Ziel ist es, ein KI-Sprachmodell mit etwa 100 Milliarden Parametern zu entwickeln.
Die Trainingsphase des Modells findet in der KI-Fabrik der Deutschen Telekom statt, die rund 1.000 NVIDIA-DGX-Systeme mit über 10.000 Grafikprozessoren (GPUs) beherbergt. Ab März 2026 werden 130 dieser DGX-Systeme ausschließlich für das SOOFI-Sprachmodell genutzt.
Ferri Abolhassan, Vorstand der Telekom-Tochter T-Systems, betonte die Bedeutung der digitalen Souveränität für die wirtschaftliche Zukunft Europas. Trotz der positiven Nachricht hatten die Aktien der Deutschen Telekom in den vergangenen Monaten 7,6 Prozent verloren. Am Donnerstag legten sie jedoch um 1,0 Prozent auf 27,44 Euro zu.
Der Auftrag festigt die Rolle der Deutschen Telekom als treibende Kraft in der europäischen KI-Forschung. Das SOOFI-Projekt setzt auf die Hochleistungsrechen-Infrastruktur des Unternehmens, um ein großskaliges Sprachmodell zu entwickeln. Förderung und Zusammenarbeit laufen bis Mitte 2026.