21 November 2025, 04:04

Deutsche Banken kappen Verbindungen zur AfD – doch nicht alle dürfen das

Ein Plakat mit silbernen Scheren, rechteckigen Blöcken in Grün, Gelb, Orange und Rot, einer rosafarbenen Schweinchenbank und mehreren Banknoten.

Deutsche Banken kappen Verbindungen zur AfD – doch nicht alle dürfen das

Mehrere deutsche Banken haben die Geschäftsbeziehungen zur rechtsextremen AfD abgebrochen und begründen dies mit der Unvereinbarkeit der extremistischen Positionen der Partei mit ihren eigenen Werten. Der Schritt folgt auf jahrelange Kontroversen um Äußerungen der AfD, darunter auch solche des prominenten Mitglieds Björn Höcke, der die historische Darstellung Hitlers als absolutes Böse infrage gestellt hat. Gleichzeitig sind einige Finanzinstitute rechtlich verpflichtet, die Partei weiterhin zu bedienen – trotz ihrer Vorbehalte.

Die Welle der Kontoschließungen begann, nachdem Genossenschaftsbanken wie die Verbundbank OWL beschlossen hatten, die Zusammenarbeit mit der AfD zu beenden. Sie argumentierten, die rechtsextreme Ausrichtung der Partei stehe im Widerspruch zu ihren ethischen Grundsätzen. Auch in Nordrhein-Westfalen sahen sich örtliche AfD-Gliederungen mit Ablehnungen von Seiten der Deutschen Bank, der Commerzbank und der Targobank konfrontiert, nachdem eine erste Kündigung erfolgt war.

Die Bankenprobleme der AfD verdeutlichen einen größeren Konflikt zwischen finanzieller Ethik und rechtlichen Verpflichtungen. Während sich einige Institute von der Partei distanzieren, müssen andere bestehende Gesetze einhalten. Der anhaltende Rechtsstreit um die Einstufung der AfD als extremistisch könnte letztlich beeinflussen, wie Banken künftig mit rechtsextremen Kunden umgehen.