Derbitag des 1. FC Köln endet mit Fanboykott und 0:2-Niederlage in Leverkusen
Jonas MayerDerbitag des 1. FC Köln endet mit Fanboykott und 0:2-Niederlage in Leverkusen
Kölner Derby-Tag zum Vergessen
Marvin Schwäbe schüttelte den Kopf. Unruhe beim 1. FC Köln nach einem Derby-Tag zum Vergessen? "Nein!" betonte der Torhüter entschlossen – fünf Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg bereiten dem Kapitän noch keine Sorgen. Stattdessen machte sich Schwäbe eher Gedanken um die Situation einiger Kölner Fans, die ihrem Team beim verdienten 0:2 (0:0) bei Bayer 04 Leverkusen wegen eines Boykotts auffällig fernblieben.
- FC Köln kassierte eine 0:2-Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen in einem Spiel, das von Fanprotesten und Polizeikonflikten überschattet wurde. Rund 500 mitgereiste Anhänger boykottierten die Partie, nachdem es Vorwürfe wegen übergriffiger Sicherheitskontrollen am Stadioneingang gegeben hatte. Die Abwesenheit der treuen Fans ließ den Gästeblock fast leer – und verschärfte die sportlichen Probleme der Mannschaft auf dem Platz.
Der Protest begann bereits vor Anpfiff: Eine große Gruppe aktiver Kölner Fans verweigerte den Einlass in Leverkusens BayArena. Sie warfen der Polizei "Nacktkontrollen" (entwürdigende Leibesvisitationen) vor – die Behörden wiesen dies zurück. Die Polizei bestätigte lediglich, dass zwei Personen kontrolliert wurden, von denen eine passive Waffen bei sich trug; beide gelangten nicht ins Stadion.
Die Niederlage setzt Köln weiter unter Druck, bevor es gegen Union Berlin geht. Der Fanboykott und der Streit mit der Polizei verschärfen die Herausforderungen des Vereins – sowohl sportlich als auch abseits des Rasens. Im immer enger werdenden Abstiegskampf muss die Mannschaft nun schnell wieder Tritt fassen, bevor das nächste Spiel ansteht.