23 March 2026, 06:29

Denkmalgeschützte Autobahnkirche im Ruhrgebiet sucht neuen Besitzer für 780.000 Euro

Schwarzes und weißes Bild einer Straßenszene mit einer Kirche im Hintergrund, umgeben von Gebäuden, Menschen, Tieren, Bäumen und Himmel, mit der Bildunterschrift "Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in der Altstadt von Heidelberg, Deutschland" unten.

Denkmalgeschützte Autobahnkirche im Ruhrgebiet sucht neuen Besitzer für 780.000 Euro

Historische Autobahnkirche im Ruhrgebiet steht zum Verkauf

Eine denkmalgeschützte Kirche an der Autobahn A40 im Ruhrgebiet ist für genau 780.000 Euro zu haben. Die als Autobahnkirche Ruhr bekannte Einrichtung war jahrelang eine Anlaufstelle für Reisende, doch die verantwortliche Gemeinde kann die steigenden Unterhaltskosten aufgrund sinkender Mitgliederzahlen und finanzieller Belastungen nicht mehr tragen.

Offiziell zur Autobahnkirche ernannt wurde das Gebäude im Jahr 2010 und ist seitdem Teil der Route der Industriekultur. Seitdem stand es täglich offen und bot Autofahrern einen Ort der Besinnung. Zu den regelmäßigen Angeboten gehörten eine jährliche Gedenkveranstaltung für Verkehrsopfer sowie spezielle Gottesdienste für Motorradfahrer.

Die Epiphanias-Gemeinde, der die Kirche gehört, schloss sich im vergangenen Jahr mit einer Nachbargemeinde zusammen. Seither ist sie für zwei Kirchen und die damit verbundenen Ausgaben verantwortlich. Als Freikirche ohne staatliche Förderung ist die finanzielle Last jedoch nicht mehr zu stemmen.

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Das Anwesen verfügt über eine Orgel, historische Gussstahlglocken aus den 1930er-Jahren sowie ein dreistöckiges Gemeinschaftszentrum mit jeweils knapp 140 Quadratmetern pro Etage. Trotz des Verkaufs darf das Gebäude wegen des Denkmalschutzes nicht abgerissen werden. Der zuständige Immobilienmakler schlägt vor, es stattdessen für Veranstaltungen und Aufführungen umzunutzen.

Der Kaufpreis von 780.000 Euro schließt zusätzliche Gebühren für Makler und Notar nicht mit ein.

Der Verkauf markiert das Ende einer Ära für die Autobahnkirche Ruhr, die über Jahre hinweg ein Wahrzeichen für Reisende war. Jeder neue Eigentümer wird das Gebäude erhalten müssen, gleichzeitig aber eine nachhaltige Nutzung finden. Die Entscheidung der Gemeinde folgt auf Jahre finanzieller Engpässe und rückläufiger Besucherzahlen.

Quelle