Cyberangriff legt Mönchengladbacher Apotheke lahm – Zehntausende Euro Schaden drohen
Lukas AlbrechtCyberangriff legt Mönchengladbacher Apotheke lahm – Zehntausende Euro Schaden drohen
Apotheke Laurentius in Mönchengladbach von Cyberangriff getroffen
In den frühen Morgenstunden des Dienstags, dem 16. Dezember 2025, wurde die Laurentius-Apotheke in Mönchengladbach Opfer eines Cyberangriffs. Die Attacke zerstörte Server, löschte Daten und hinterließ eine Erpressernachricht, in der für die Rückgabe der Informationen ein Lösegeld gefordert wurde. Apothekeninhaber Delbrin Houri steht nun vor Schäden in Höhe von zehntausenden Euro und wochenlangen Betriebseinschränkungen.
Der Angriff traf die Apotheke in der Lindenstraße noch vor Tagesanbruch. Die Cyberkriminellen verschlüsselten die Transaktionsdaten des Vortags auf dem TSE-Stick – einem sicheren USB-Gerät, das sämtliche Kassenaktivitäten protokolliert – und verlangten Lösegeld. Auch die Hauptserver der Apotheke wurden beschädigt, wodurch mehrere Tage an Aufzeichnungen unwiederbringlich verloren gingen.
Houri musste den Betrieb bis gegen 15 Uhr am Dienstag einstellen, während Techniker einen Notfallserver einrichteten. Zu den verlorenen Daten gehören unter anderem E-Rezepte, darunter auch für hochpreisige Medikamente. Sollten die Informationen nicht wiederhergestellt werden können, könnte der finanzielle Schaden bis zu 20.000 Euro betragen. Die Polizei hat zwar Anzeige erstattet, hat jedoch keine Spur zu den Tätern. Houris Versicherungspolice deckt Cybervorfälle nicht ab, sodass er die vollen Kosten selbst tragen muss. Seitdem rät er anderen Apothekeninhabern dringend, ihre eigene Cyberversicherung zu überprüfen.
Die Wiederaufnahme des Normalbetriebs könnte sich über Monate hinziehen und den täglichen Ablauf massiv beeinträchtigen. Ohne Unterstützung durch die Versicherung muss Houri alle Verluste allein schultern. Der Vorfall unterstreicht auf drastische Weise, welche wachsende Bedrohung Ransomware für kleine Unternehmen darstellt.