Cottbus Pride 2025: Rekorddemo zwischen Solidarität und rechtsextremen Drohungen
Admin UserCottbus Pride 2025: Rekorddemo zwischen Solidarität und rechtsextremen Drohungen
Cottbus Pride 2025: Größte CSD-Demo der Stadt unter Spannungen Am Samstag fand in Cottbus der bislang größte Christopher-Street-Day (CSD) der Stadt statt – die Cottbus Pride 2025 – und das in einer angespannten Atmosphäre. Rund 1.000 Teilnehmer:innen zogen durch die Straßen, um mehr gesellschaftliche Akzeptanz und politische Veränderungen zu fordern. Angeführt wurde der Umzug von der Dragqueen Miss Cherry Moonshine und einem Storch in roten Hosen. Solidaritätsbekundungen in mehreren Sprachen und antifaschistische Sprechchöre prägten die Veranstaltung, während zwei kleine rechtsextreme Gegenproteste registriert wurden. Die 17. Ausgabe des Cottbuser CSD stand unter dem Motto der Vielfalt und des Widerstands gegen rechtsextreme Angriffe. Die Stimmung war angespannt, nachdem es in letzter Zeit vermehrt Drohungen gegeben hatte – darunter ein mutmaßlicher Brandanschlag auf das queere Zentrum Regenbogenkombinat sowie beschädigte Regenbogenflaggen auf dem Gelände der CSD-Organisator:innen. Rund 200 Menschen aus Städten wie Berlin, Dresden, Görlitz und Zwickau schlossen sich dem Marsch an, der vom "Solidarischen Bündnis gegen Rechts" organisiert wurde, um Solidarität zu zeigen und die Teilnehmenden zu schützen. Kreative Parolen wie "Queer, sexy, sorbisch" oder "Als wir mehr Rechte forderten, meinten wir nicht mehr verdammte Nazis" hallten durch die Innenstadt. Die Demonstrant:innen verlangten eine Erhöhung des Budgets für den "Queeren Aktionsplan Brandenburg" von 224.000 auf 500.000 Euro. Reden wurden auf Ukrainisch, Russisch, Arabisch und Polnisch gehalten, um die Verbundenheit mit queeren Menschen in diesen Ländern zum Ausdruck zu bringen. Trotz der angespannten Lage war die Cottbus Pride 2025 eine kraftvolle Demonstration von Einheit und Widerstandsfähigkeit. Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit größerer gesellschaftlicher Akzeptanz und besserer Förderung queerer Initiativen in Brandenburg. Behörden und lokale Gemeinschaften müssen nun gemeinsam dafür sorgen, dass die Sicherheit und die Rechte der LGBTQ+-Community gewahrt werden.