03 December 2025, 10:31

Coca-Cola-Chef kritisiert Bürokratie und hohe Kosten in Deutschland

Drei Coca-Cola-Flaschen auf einem Tuch gedruckt.

Coca-Cola beschwert sich über Standortbedingungen in Deutschland - Coca-Cola-Chef kritisiert Bürokratie und hohe Kosten in Deutschland

Kritik an Deutschlands Wirtschaftsbedingungen: John Galvin, Geschäftsführer von Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) in Deutschland, hat sich gegen übermäßige Bürokratie und hohe Betriebskosten ausgesprochen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik warnt und den Standort Deutschland als „im freien Fall“ bezeichnet.

Galvin verwies auf die Hindernisse für Investitionen in Deutschland, darunter behördliche Hürden, extrem hohe Strompreise und steigende Lohnkosten. Selbst einfache Vorhaben wie das Versetzen eines Zauns oder das Beschneiden von Bäumen auf Firmengelände verzögerten sich durch zuständigkeitssplitternde Genehmigungsverfahren. Trotz dieser Frustrationen bekräftigte er das Engagement von CCEP in Deutschland – ein Abzug der Produktion ins Ausland stehe nicht zur Debatte. Das Unternehmen, das rund 6.100 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich 4,1 Milliarden Liter Getränke absetzt, bleibt dem Standort treu.

Die Regierung hat Reformen auf den Weg gebracht, um die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu vereinfachen und die Kosten zu senken. Doch Firmen wie CCEP kämpfen weiterhin mit bürokratischen Verzögerungen und hohen Ausgaben. Ob die Maßnahmen die wirtschaftliche Talfahrt stoppen und das Vertrauen der Wirtschaft zurückgewinnen können, bleibt abzuwarten.