Coca-Cola-Chef kritisiert Bürokratie und fordert Reformen von der Bundesregierung
Clara MeyerCoca-Cola-Chef kritisiert Bürokratie und fordert Reformen von der Bundesregierung
John Galvin, der Deutschland-Chef von Coca-Cola Europacific Partners (CCEP), hat sich kritisch zur hiesigen Wirtschaftslage geäußert. Bei einer Veranstaltung in Düsseldorf prangerte er übermäßige Bürokratie und zähe Genehmigungsverfahren bei der Bundesregierung an. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der das Unternehmen bundesweit 24 Standorte betreibt, 6.100 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich 4,1 Milliarden Liter Getränke verteilt.
Galvin benannte mehrere Herausforderungen für Unternehmen in Deutschland. Selbst kleinere Projekte arteten demnach durch sich überschneidende Zuständigkeiten und komplizierte Vorschriften im Handelsregister zu langwierigen Kraftakten aus. Explodierende Strompreise, hohe Löhne und steigende Krankentage nannte er als weitere Belastungsfaktoren.
Die Kritik des CCEP-Chefs unterstreicht die anhaltende Unzufriedenheit großer Arbeitgeber in Deutschland. Angesichts lauter werdender Forderungen nach regulatorischen Reformen im Unternehmensregister beobachten Unternehmen gespannt, ob konkrete Verbesserungen folgen. Bis dahin laufen Betriebe wie CCEP weiter – doch der Druck auf die Bundesregierung bleibt groß.