20 March 2026, 18:28

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm "virtuelle Vergewaltigung" vor

Schwarze und weiße Zeitschriftentitel 'Humoristische Liste' mit einem Mann im Anzug mit ernstem Gesichtsausdruck und einer Frau, die verschmitzt in die Ferne schaut.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm "virtuelle Vergewaltigung" vor

Schauspieler und Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefonssex betrieben zu haben. Fernandes bezeichnete diese Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und eine schwere Verletzung persönlicher Grenzen.

Die Vorwürfe haben die Debatte über frauenfeindliches Verhalten in der Unterhaltungsbranche neu entfacht – insbesondere im Hinblick auf Ulmens frühere Auftritte in Reality-TV-Formaten.

Mitte der 2000er-Jahre spielte Ulmen in der ProSieben-Sendung Mein neuer Freund mit, einer Reality-Show, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" verkörperte. Das Konzept sah vor, dass Frauen ihren neuen Partner der Familie vorstellten, wobei die besonders schlecht benehmenden Freunde die Beziehungen oft zum Scheitern brachten. Eine seiner berüchtigtsten Figuren war Alexander von Eich, ein aristokratischer Snob, der seine Freundin herablassend als "Franziskarrrrr!" beschimpfte. Die Rolle wurde zur Kultfigur – bekannt für ihr dominantes und entwürdigendes Auftreten.

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Ulmens provokantes Image zog sich durch weitere Formate. In der Spielshow Wer will meine Freundin vögeln? – in der Männer darum wetteiferten, wer die "heißeste" Freundin hatte – war sein frauenverachtendes Gebaren zentraler Bestandteil des Konzepts. Kritiker fragten damals, ob seine Auftritte die Grenze zwischen Satire und echter Respektlosigkeit verwischten.

Als die Beziehung zwischen Ulmen und Fernandes 2010 öffentlich wurde, spekulierten Medien über ihre Passfähigkeit. Manche fragten sich, warum ein als "brillant, geistreich und intellektuell" geltender Mann sich mit einer "hübschen, aber austauschbaren" Viva-Moderatorin einlasse. Fernandes' aktuelle Vorwürfe zeichnen nun ein düsteres Bild ihres Privatlebens: Sie behauptet, Ulmen habe in ihrem Namen falsche Online-Profile angelegt, pornografisches Material verbreitet und unter ihrer Identität Telefonssex geführt.

Im Netz erfährt Fernandes breite Solidarität – viele greifen den Leitspruch der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot auf: "Die Scham muss die Seite wechseln." Für viele ist dies ein weiterer Fall in einer langen Reihe von Grenzverletzungen durch Männer, bei denen sich immer wieder zeigt, wie real solche Vorfälle sind.

Die Anschuldigungen rücken Ulmens Verhalten – sowohl vor als auch hinter der Kamera – erneut in den Fokus. Dazu gehören Identitätsdiebstahl, die Verbreitung expliziter Inhalte und das, was Fernandes als "virtuelle Vergewaltigung" beschreibt. Die öffentliche Reaktion spiegelt eine wachsende Forderung nach Konsequenzen wider, wenn Frauen in ihren Grenzen verletzt werden.

Der Fall wirft zudem Fragen auf, inwieweit die Unterhaltungsindustrie frauenfeindliche Handlungen unter dem Deckmantel von Comedy oder Performance normalisiert oder sogar entschuldigt.

Quelle