Bürgerinitiative in Ohligs kämpft um Dürpelfest und Platzgestaltung
Lukas AlbrechtBürgerinitiative in Ohligs kämpft um Dürpelfest und Platzgestaltung
In Ohligs formiert sich eine Bürgerinitiative mit Unterstützung des Bürgervereins Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS). Die Gruppe will sich lokalen Anliegen widmen, darunter die Zukunft des Dürpelfests und die Pläne für einen multifunktionalen Platz.
Die Initiative entsteht, nachdem die BfS nach eigenen Angaben ein Versagen der etablierten Parteien bei der Berücksichtigung der öffentlichen Meinung kritisiert hat. Martin Bender, Vorsitzender der BfS, befürwortet die Bewegung als Instrument der direkten Demokratie. Er wirft der traditionellen Politik vor, die Wünsche der Bürgerschaft ignoriert zu haben.
Die BfS arbeitet nun mit der Ohligs Marketing- und Interessengemeinschaft zusammen, um einen Kompromiss für die Gestaltung des Platzes zu finden. Sollte das Dürpelfest aufgrund des geplanten Kreisverkehrs nicht mehr auf der Lennestraße stattfinden können, warnt Bender, dass eine wichtige Attraktion für junge Menschen verloren gehe. Er besteht darauf, dass das Überleben des Festes gesichert werden müsse.
Die Spannungen mit den Ohligser Jongens haben sich verschärft, da diese Gespräche ablehnen, solange eine Petition nicht zurückgezogen wird. Bender kritisiert diese Haltung als unkooperativ. Zudem hinterfragt er die Rolle von Marc Westkämper als Vermittler: Der CDU-Stellvertretende Bezirksbürgermeister unterstütze zwar den Kreisverkehrsplan, gebe sich aber als neutral aus.
Die BfS setzt sich weiterhin für die Belange der Solinger Bürger ein – auch außerhalb von Wahlkampfzeiten. Im Fokus stehen der Erhalt lokaler Traditionen und die Gestaltung öffentlicher Räume nach den Bedürfnissen der Gemeinschaft. Das Ergebnis der Verhandlungen wird über das Schicksal des Platzes und des Dürpelfests entscheiden.






