15 November 2025, 16:01

Bundeskraftwerksstrategie bringt Hoffnung für NRWs Kohleausstieg bis 2030

Ein Zug auf Schienen mit Bäumen, Strommasten mit Kabeln, Autos und Gebäuden links, eine Brücke vorne und aus dem Zug austretender Rauch.

Bundeskraftwerksstrategie bringt Hoffnung für NRWs Kohleausstieg bis 2030

Endlich liegt die Bundeskraftwerksstrategie vor – und sorgt bei Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni für Optimismus. Die aufgrund politischer Veränderungen verzögerte Strategie sieht für das kommende Jahr Ausschreibungen für moderne, neue Gaskraftwerke in Europa vor. Damit wachsen die Hoffnungen, dass Nordrhein-Westfalen den Zeitplan für den Kohleausstieg noch einhalten kann.

Geplant sind Gaskraftwerke mit einer Gesamtleistung von mindestens acht Gigawatt. Davon entfallen fünf Gigawatt auf Nordrhein-Westfalen, wo bereits sieben Anlagen in der Pipeline sind. Die Landesregierung hatte die Strategie mit Spannung erwartet, da sie den Ersatz der verbleibenden Kohlekraftwerke ab dem 1. April 2030 in Europa ermöglichen soll.

Entscheidend für die Förderung der modernen Gaskraftwerke in Europa ist jedoch noch die Zustimmung der EU-Kommission. Zwar zeigen sich die Spitzen der Bundeskoalition zuversichtlich, doch steht die finale Einigung mit Brüssel noch aus. Nun müssen die Beschlüsse des Koalitionsausschusses zügig in Gesetzesform gegossen werden.

Die Bundeskraftwerksstrategie gibt Nordrhein-Westfalens Energiewende eine klare Richtung vor. Mit den für nächstes Jahr geplanten Ausschreibungen für moderne Gaskraftwerke in Europa will das Land seine Kohlekraftwerke bis 2030 vom Netz nehmen. Noch ausstehend ist die Genehmigung der EU-Kommission, um die neuen Gasanlagen in Europa zu subventionieren.