Breitachklamm: Warum Besucher empfindliche Eisformationen zerstören – und was jetzt passiert
Lukas AlbrechtBreitachklamm: Warum Besucher empfindliche Eisformationen zerstören – und was jetzt passiert
Breitachklamm: Kritik nach Zerstörung empfindlicher Eisförmungen durch Besucher
Die spektakuläre Breitachklamm, eine 150 Meter tiefe Schlucht bei Oberstdorf, steht in der Kritik, nachdem Besucher die zerbrechlichen Eisformationen beschädigt haben. Ein jüngster Vorfall, bei dem zwei Kinder Eiszapfen abbrachen, löste Empörung aus – doch die Verantwortlichen betonen, dass sich die Mehrheit der Touristen verantwortungsbewusst verhalte.
Die vor rund 10.000 Jahren durch den Breitachgletscher geformte Klamm zieht jährlich etwa 300.000 Besucher an. Allein im Januar 2026 erkundeten über 20.000 Menschen die eisigen Pfade; der Eintritt kostet 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Mehrere Rundwege schlängeln sich durch die Kalksteinfelsen und verbinden sich mit höheren Routen rund um Breitach und Engenkopf.
Ein Nutzer auf Reddit machte kürzlich auf das Problem aufmerksam, nachdem er beobachtet hatte, wie zwei Kinder Eiszapfen abbrachen und sie gegen die Eisformationen warfen. Die Eltern sollen nicht eingegriffen haben. Dominik Fritz, der Betriebsleiter der Klamm, bestätigte die Schäden, relativierte sie jedoch als "geringfügiges Problem".
Das Personal überwacht die Anlage nun verstärkter. Sollten größere Beschädigungen an den Formation auftreten, werde man einschreiten, um weitere Zerstörungen zu verhindern.
Die Klamm bleibt geöffnet, und die meisten Besucher achten die natürliche Schönheit des Ortes. Zwar komme es vereinzelt zu Vorfällen, doch die Verwaltung ergreife Maßnahmen, um die fragilen Eisstrukturen zu schützen. Von Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal aus gut erreichbar, zieht die Schlucht weiterhin Scharen von Besuchern an, die die dramatische Winterlandschaft erleben möchten.