Bottrop plant 1.500 neue Wohnungen – diese vier Gebiete stehen zur Diskussion
Lukas AlbrechtBottrop plant 1.500 neue Wohnungen – diese vier Gebiete stehen zur Diskussion
Bottrop plant Ausbau von Wohngebieten nach Vorschlägen des Regionalverbands Ruhr
Nach den Plänen des Regionalverbands Ruhr (RVR) zur Ausweisung neuer Wohnzonen steht Bottrop vor der Entscheidung, wo bis zu 1.500 neue Wohnungen entstehen sollen. Vier konkrete Standorte wurden für eine mögliche Bebauung vorselektiert.
Der RVR hat den wachsenden Bedarf an Wohnraum in Bottrop betont, der durch die steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und eine Zunahme der Haushalte angetrieben wird. Als Reaktion schlägt der Verband vor, insgesamt 19 Hektar neues Bauland für Wohnzwecke auszuweisen.
Geprüft werden derzeit die Gebiete Kirchhellen, Grafenwald, Eigen (Stenkhoffstraße) und Eigen (Körnerstraße). Jeder Standort bietet unterschiedliche Entwicklungspotenziale, wobei die Kapazität – je nach Bebauungsdichte – zwischen 300 und 1.500 Wohneinheiten liegen könnte. Bevor die Stadt ihre endgültigen Empfehlungen an den RVR übermittelt, wird sie sich mit politischen Entscheidungsträgern abstimmen.
Veränderungen an Bottrops bestehenden Gewerbe- oder Industriegebieten sind nicht vorgesehen. Ehemalige Bergbauflächen, die bereits für gewerbliche Nutzungen ausgewiesen sind, bleiben unberührt. Die neuen Wohngebiete sollen nach ihrer Erschließung weitere Investitionen anziehen und die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt stärken.
Die überarbeitete Regionalplanung soll bis 2027 abgeschlossen werden, gefolgt von einer Bürgerbeteiligung. Zuvor wird sich der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz Bottrops in einer Sitzung am 9. Dezember mit den Vorschlägen befassen.
Als nächste Schritte stehen politische Beratungen und die Einbindung der Öffentlichkeit an, bevor endgültige Beschlüsse gefasst werden. Bei einer Genehmigung könnten die neuen Wohnzonen das Wohnraumangebot in Bottrop deutlich erhöhen. Die Stadt strebt an, das Wachstum mit den bestehenden Flächenutzungsplänen in Einklang zu bringen und gleichzeitig zukünftige wirtschaftliche Chancen zu nutzen.