17 June 2026, 17:20

Blessing fordert radikale Wirtschaftsreformen für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit

Blessing ruft nach mehr privaten Investitionen in die Infrastruktur

Blessing fordert radikale Wirtschaftsreformen für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit

Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte Deutschlands und Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz, hat zu umfassenden Wirtschaftsreformen aufgerufen. Er warnte, dass jüngste Reformen im Gesundheitswesen und schwache öffentlich-private Partnerschaften das Vertrauen der Investoren untergraben. Seine Äußerungen unterstreichen die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Schlüsselsektoren.

Blessing betonte, dass die anfängliche Zuversicht nach dem Investitionspaket der Koalition inzwischen verflogen sei. Er kritisierte die Regierung dafür, öffentliche Mittel nicht effektiv einzusetzen, um privates Kapital anzuziehen. Den Ausbau stärkerer öffentlich-privater Partnerschaften nannte er eine seiner zentralen Forderungen.

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Auch auf den Pharmasektor ging Blessing ein, in dem mehrere Unternehmen ihre Investitionen in Deutschland zurückgefahren haben. Er unterstrich, dass das Land seine Führungsrolle in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung behalten müsse. Um dies zu unterstützen, schlug er vor, Unternehmen, die in Deutschland forschen oder Medikamente produzieren, besser zu stellen als solche, die hier lediglich verkaufen.

Die Rentenreform bezeichnete Blessing als eine „Art Lackmustest“ für die Stärkung des deutschen Kapitalmarkts. Eine Ausweitung der kapitalgedeckten Altersvorsorge, so sein Argument, würde das Unternehmenswachstum fördern und das Land für internationale Investoren attraktiver machen.

Blessings Vorschläge zielen darauf ab, die Beteiligung des Privatsektors an Infrastrukturprojekten zu erhöhen und die Rentenreform voranzutreiben, um die Kapitalmärkte zu stärken. Zudem will er durch Anpassungen der jüngsten Gesundheitspolitik weitere Kürzungen bei Pharma-Investitionen verhindern. Diese Maßnahmen sollen Deutschlands Attraktivität als globaler Wirtschaftsstandort wiederherstellen.

Quelle