08 January 2026, 03:09

Blackout-Drohung: Wie Mönchengladbach auf den Stromausfall vorbereitet sein muss

Zwei Personen arbeiten an einem Laptop in einem Generatorraum.

Blackout-Drohung: Wie Mönchengladbach auf den Stromausfall vorbereitet sein muss

Großer Stromausfall könnte das Leben in Borussia Mönchengladbach lahmlegen

Ein flächendeckender Stromausfall könnte den Alltag in Borussia Mönchengladbach zum Erliegen bringen. Ohne Elektrizität würden Haushalte Heizung, Kochmöglichkeiten, Wasserversorgung und Kommunikation verlieren – während Ampeln, Züge und sogar Geldautomaten ausfallen könnten. Behörden warnen nun, dass ein solches Szenario aufgrund verletzlicher Infrastruktur und potenzieller Bedrohungen möglich ist.

Das Risiko eines längerfristigen Blackouts ist gestiegen, wie Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul betont. Er verwies auf die exponierten Versorgungsnetze der Stadt, die sich nur schwer vollständig gegen gezielte Angriffe absichern lassen. NEW, der lokale Netzbetreiber, und Westnetz, der Hochspannungsversorger, geben offen zu, dass sie keinen lückenlosen Schutz für das Borussia Mönchengladbacher Stromnetz garantieren können.

Als Reaktion hat das Bundesinnenministerium den KRITIS-Dachgesetzentwurf vorgelegt, um die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu stärken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) koordiniert die Maßnahmen, doch das Gesetz steht noch nicht in Kraft. Bis dahin werden die Bürger aufgefordert, selbst Vorsorge zu treffen. Haushalte sollten grundlegende Notvorräte anlegen: Taschenlampen, Batterien, Kerzen und einen Campingkocher zum Kochen. Zudem wird empfohlen, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel und Futter für Haustiere zu bunkern. Ein Erste-Hilfe-Set, aufgeladene Geräte, Bargeld und ein batteriebetriebenes Radio könnten im Ernstfall entscheidend sein. Wer einen Kamin besitzt, sollte zusätzlich Kohle oder Brennholz lagern. Bei einem Stromausfall helfen warme Kleidung und Decken gegen die Kälte. Mahlzeiten lassen sich notfalls draußen auf dem Grill oder einem tragbaren Kocher zubereiten. Sollten die Mobilfunknetze zusammenbrechen, bieten die 27 "Notfalltreffpunkte" der Stadt Unterstützung für Betroffene an.

Das KRITIS-Dachgesetz soll die Infrastruktur absichern, doch bis zu seiner vollständigen Umsetzung bleiben Lücken. Bis dahin ist Eigenvorsorge der beste Schutz. Die Behörden verweisen auf die Richtlinien des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe für eine detaillierte Notfallplanung.