17 June 2026, 18:06

Bedrohter Rhythmus: Warum wandernde Tierarten weltweit in Gefahr sind

Weltweite Wanderarten von Tieren sind im Rückgang, sagt UN-Bericht

Bedrohter Rhythmus: Warum wandernde Tierarten weltweit in Gefahr sind

Ein neuer Bericht unterstreicht die wachsenden Bedrohungen für wandernde Tierarten weltweit. Viele dieser Tiere, die für Ökosysteme und das menschliche Wohlbefinden unverzichtbar sind, sehen sich durch menschliche Aktivitäten ernsten Risiken ausgesetzt. Einige von ihnen bleiben trotz ihrer Verwundbarkeit ohne internationalen Schutz.

Laut dem Bericht sind 399 wandernde Arten – vor allem Vögel und Fische – bedroht oder potenziell gefährdet, stehen jedoch nicht unter dem Schutz des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (CMS, Convention on Migratory Species). Über 1.100 Arten sind derzeit im CMS für den internationalen Schutz gelistet.

Fast die Hälfte (44 %) der CMS-gelisteten Arten verzeichnet Bevölkerungsrückgänge. Mehr als jede fünfte Art (22 %) ist vom Aussterben bedroht, wobei 97 % der gelisteten Fischarten besonders gefährdet sind. Übernutzung und Lebensraumverlust sind die Hauptursachen für diese Entwicklungen.

Trotz der Herausforderungen zeigen Naturschutzmaßnahmen Erfolge: Illegale Vogelfangnetze auf Zypern sind zurückgedrängt worden, und die Saiga-Antilope in Kasachstan konnte vor der akuten Gefahr gerettet werden.

Die Ergebnisse betonen den dringenden Bedarf an stärkeren Schutzmaßnahmen. Viele wandernde Arten fehlen weiterhin auf der CMS-Liste, obwohl ihre Bestände schrumpfen. Erfolgreiche Artenschutzprojekte beweisen jedoch, dass eine Erholung mit gezielten Maßnahmen möglich ist.

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