23 May 2026, 08:29

BCS lehnt Solinger Haushaltsentwurf ab – und riskiert Finanzkonflikt

Stadtetat: BfS lehnt auch Bürgermeisterentwurf ab

BCS lehnt Solinger Haushaltsentwurf ab – und riskiert Finanzkonflikt

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BCS) hat angekündigt, den Haushaltsentwurf der Stadt abzulehnen. In einem aktuellen Interview erläuterte der BCS-Ratsherr Jan Michael Lange die Bedenken der Gruppe: Der Entwurf sei intransparent und finanziell riskant. Die Entscheidung könnte zu einem Konflikt über die wirtschaftliche Zukunft Solingens führen.

Erste Vorbehalte hatte die BCS bereits geäußert, als sie sich weigerte, an den frühen Haushaltsberatungen teilzunehmen. Mitglieder zweifelten von Anfang an daran, dass der Entwurf jemals eine Mehrheit finden würde – sie verwiesen auf rechtliche Mängel und fehlende klare Zielvorgaben. Lange bestätigte diese Sorgen später in Gesprächen mit der Redaktion.

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Kernpunkt der Kritik sind die langfristigen Finanzrisiken. Die BCS argumentiert, der aktuelle Plan belaste künftige Generationen mit strukturellen Defiziten von 80 bis 100 Millionen Euro. Eine solche Hypothek gefährde die finanzielle Stabilität Solingens auf Jahre, so die Gruppe.

Trotz Druck anderer Fraktionen bleibt die BCS unnachgiebig. Lange betonte, man werde keinem Haushalt zustimmen, der auf „irreführenden Annahmen oder politischem Druck“ basiere. Die BCS wird den Entwurf sowohl im Finanzausschuss als auch im Stadtrat offiziell ablehnen.

Selbst bei einem Scheitern des Haushalts schließe dies nicht automatisch aus, dass ein „Sparkommissar“ die Grundsteuern erhöhe, präzisierte Lange. Die BCS fordert nun von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), einen überarbeiteten Entwurf vorzulegen – mit konkreten, zukunftsweisenden Lösungen für die aktuellen Probleme.

Die Ablehnung wirft den Haushaltsprozess in Solingen zurück. Die BCS besteht auf einem neuen Vorschlag, der langfristige Defizite vermeidet und eine solide Finanzplanung bietet. Ohne Kurskorrektur drohen der Stadt anhaltende Unsicherheit über ihre Ausgaben und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit.

Quelle