BAPs *Letzte Runde*-Tour: Niedecken kämpft gegen Resignation in unsicheren Zeiten
Henry KochWolfgang Niedecken Bleibt Vorerst Optimistisch - BAPs *Letzte Runde*-Tour: Niedecken kämpft gegen Resignation in unsicheren Zeiten
BAP startet im November 2026 die Letzte Runde-Tour – und feiert damit das 50-jährige Bestehen der Band. Frontmann Wolfgang Niedecken äußerte sich zum aktuellen politischen Klima und balanciert dabei zwischen Sorge und einem Pflichtgefühl gegenüber den kommenden Generationen. Trotz wachsender Spannungen gibt er sich kämpferisch und will nicht in Resignation verfallen.
Niedecken räumte ein, dass viele in seiner Generation die Hoffnung verloren hätten. Er verwies auf den Aufstieg populistischer Bewegungen, sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa. Die AfD, Deutschlands führende rechtspopulistische Partei, liegt bundesweit in Umfragen mit rund 30 Prozent auf Platz zwei. Bei der Bundestagswahl 2025 holte sie in fünf Bundesländern die meisten Stimmen.
Doch nicht nur in Deutschland prägen populistische Kräfte die Politik neu. In ganz Europa stellen diese Gruppen demokratische Werte und den Zusammenhalt der EU infrage, indem sie nationale Souveränität betonen und Spaltung schüren. Angesichts dieses Trends fühlen sich viele ohnmächtig – doch Niedecken weigert sich, die Niederlage hinzunehmen. Für ihn ist die Familie ein Grund, weiterzumachen. Wenn er seine Kinder und Enkelkinder beobachtet, spürt er eine Verantwortung zum Handeln statt zum Rückzug. Zwar gestand er die Schwere der Lage ein, doch Aufgeben kommt für ihn nicht infrage.
Die Letzte Runde-Tour beginnt in einer Phase politischer Unsicherheit. Niedeckens vorsichtiger Optimismus speist sich aus dem Glauben an Beharrlichkeit – selbst wenn Populisten Europa umformen. Die Jubiläumsfeiern fallen damit zusammen mit einer größeren Debatte über Widerstandsfähigkeit und die Zukunft des Kontinents.