05 February 2026, 21:36

Auszubildende verdienen 2025 mehr – doch große Unterschiede bleiben

Eine Liniengrafik auf einem Computermonitor, die die reale Output der Fertigungsindustrie über die Zeit zeigt, wobei die x-Achse die Zeit und die y-Achse die Output angibt.

"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Auszubildende verdienen 2025 mehr – doch große Unterschiede bleiben

Auszubildendengehälter in Deutschland stiegen 2025 deutlich – doch Lücken bleiben

Die Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind 2025 spürbar gestiegen, wobei einige Branchen stärkere Unterschiede verzeichneten als andere. Spitzenreiter war der öffentliche Dienst mit einem Plus von 7,7 Prozent, gefolgt von Industrie und Handel mit 7,2 Prozent. Trotz dieser Steigerungen bestehen weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Berufen und Regionen.

Die durchschnittliche monatliche Vergütung für Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben lag 2025 bei 1.209 Euro – ein Anstieg um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch zahlen 15 Ausbildungsberufe weiterhin weniger als 1.000 Euro im Monat, was die anhaltenden Disparitäten unterstreicht.

Am besten verdienen derzeit Auszubildende im öffentlichen Dienst mit durchschnittlich 1.329 Euro monatlich. Es folgen Industrie und Handel mit 1.266 Euro sowie die Hauswirtschaft mit 1.295 Euro. Deutlich weniger erhalten Auszubildende im Handwerk: Hier liegt das Durchschnittsgehalt bei 1.093 Euro.

Die regionalen Unterschiede fallen mit einer Schwankungsbreite von rund 40 Euro bundesweit eher gering aus. Baden-Württemberg hebt sich als Spitzenreiger ab – hier liegt die durchschnittliche Ausbildungsvergütung bei 1.257 Euro.

Besonders starke Steigerungen gab es seit 2021 in bestimmten Branchen, vorangetrieben durch Tarifverhandlungen. Dachdecker, Floristen und Gesundheitsberufe verzeichneten die höchsten Zuwächse: Dachdecker erhielten über 36 Monate gestaffelte Erhöhungen, Floristen profitierten in zwei Schritten innerhalb von zwei Jahren von einem Plus von 100 Euro, und Auszubildende im Gesundheitswesen sicherten sich eine 4,8-prozentige Erhöhung sowie einen 4-prozentigen Zuschlag und eine Inflationsausgleichszahlung von 2.500 Euro. Im Fokus standen dabei soziale Leistungen, Inflationsanpassungen und die Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Die Gehaltssteigerungen 2025 spiegeln die anhaltenden Bemühungen wider, die Ausbildungsvergütungen zu verbessern. Dennoch bleiben Lücken zwischen den Branchen bestehen. Während der öffentliche Dienst die höchsten Löhne zahlt, liegen einige Ausbildungsberufe weiterhin unter der 1.000-Euro-Marke. Regionale Unterschiede sind zwar gering, doch bestimmte Branchen konnten durch zielgerichtete Verhandlungen überdurchschnittliche Zuwächse erzielen.