Astragon Development gründet Betriebsrat und startet *Seafarer* im Early Access
Henry KochAstragon Development gründet Betriebsrat und startet *Seafarer* im Early Access
Astragon Development stärkt betriebliche Mitbestimmung
Eines der traditionsreichsten deutschen Spieleentwicklerstudios, Astragon Development, hat Maßnahmen ergriffen, um seine interne Unternehmensstruktur zu festigen. Erst kürzlich wurde am Standort Hamm ein dreiköpfiger Betriebsrat gewählt – ein Schritt, der sowohl von der Belegschaft als auch der Geschäftsführung begrüßt wird. Die Neuaufstellung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Studio den Early-Access-Start seines bis dato ehrgeizigsten Projekts vorbereitet.
Das Unternehmen, das über 30 Jahre lang unter dem Namen Independent Arts bekannt war, wurde im Mai 2025 von der Astragon Group übernommen. Fast zwei Jahre später folgte die Umfirmierung, um sich enger an die Markenidentität des Mutterkonzerns anzulehnen. Die Gründung des Betriebsrats erfolgte nach einer Anfrage von GamesWirtschaft und unterstreicht das wachsende Bewusstsein für Mitarbeitervertretung in der Branche.
Das jüngste Projekt des Studios, Seafarer: The Ship Sim, startete am 7. Oktober 2025 in den Early Access und ist zu einem Preis von 24,99 Euro erhältlich. Die Entwicklung des Spiels wurde maßgeblich durch die Bundesförderung für Computerspiele unterstützt, die mit 1,8 Millionen Euro zu Buche schlägt – ein Beleg für den Umfang und die Ambitionen des Titels innerhalb des Studio-Portfolios.
Die Astragon Group, zu der auch der Hamm-basierte Entwickler gehört, zählt zu den führenden Anbietern von Simulationsspielen. Zu ihrem Katalog gehören Titel wie Police Simulator von Aesir Interactive oder Firefighting Simulator: Ignite des Studios Weltenbauer. Mit rund 100 Beschäftigten gehört die Gruppe zu den drei größten Arbeitgebern der Spielebranche in Nordrhein-Westfalen.
Die Einrichtung des Betriebsrats markiert einen neuen Abschnitt für Astragon Development, das weiterhin expandiert. Mit Seafarer: The Ship Sim im Early Access und starker finanzieller Rückendeckung positioniert sich das Studio für weiteres Wachstum. Gleichzeitig unterstreicht der Schritt das Engagement des Unternehmens für eine kooperative Arbeitskultur – passend zur jüngsten Umfirmierung unter dem Dach der Astragon Group.