Aprilscherz über Lissabons Aussichtspunkte sorgt für weltweite Verwirrung
Clara MeyerAprilscherz über Lissabons Aussichtspunkte sorgt für weltweite Verwirrung
Ein Scherzartikel von Lisboa Secreta sorgt für Verwirrung: Lissabon führt angeblich strenge neue Regeln an Aussichtspunkten ein
Am 1. April veröffentlichte Lisboa Secreta einen satirischen Artikel, der behauptete, Lissabon werde an seinen berühmtesten Aussichtspunkten strikte neue Vorschriften einführen. Die gefälschte Ankündigung umfasste Drehkreuze, Zeitlimits und Bußgelder für Besucher, die sich zu lange aufhielten. Viele nahmen die Meldung zunächst für bare Münze – darin wurde von einem Pilotprojekt berichtet, das am 1. Mai starten sollte.
Der Schwindel beschrieb ein System, bei dem Touristen an fünf ikonischen Aussichtspunkten – Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor), São Pedro de Alcântara und Miradouro das Birras – nur noch 15 Minuten verweilen dürften. Die angeblich von der portugiesischen Firma FlockX hergestellten Drehkreuze sollten die Regeln mithilfe von QR-Codes oder NFC-Tickets durchsetzen. Einheimische mit Steuerregistrierung in historischen Stadtteilen sollten hingegen eine "Grüne-Spur"-Privilegierung erhalten und 20 Minuten bleiben dürfen.
Die erfundene Meldung erwähnte zudem ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro, die sogenannte TOEEC (Steuer auf übermäßige Besetzung panoramischer Flächen), für Zuwiderhandelnde. Die Einnahmen daraus sollten angeblich die tägliche Reinigung finanzieren. Teil des erfundenen Plans waren auch Ampelsignale, die den Besucherandrang während der Stoßzeiten des "Sonnenuntergangs-Campings" regulieren sollten.
In den sozialen Medien waren die Reaktionen gespalten: Einige lobten die Idee als notwendige Maßnahme zur Besucherkontrolle, andere kritisierten sie als Angriff auf die persönliche Freiheit. Der Scherz verbreitete sich rasant, bis Lesern der Veröffentlichungstermin auffiel – der 1. April.
Die gesamte Geschichte war frei erfunden und diente Lisboa Secreta als Aprilscherz. Weder Drehkreuze, Bußgelder noch Zeitbegrenzungen werden an Lissabons Aussichtspunkten eingeführt. Der Streich zeigte jedoch, wie leicht sich selbst über bekannte öffentliche Orte Falschinformationen verbreiten können.






