15 March 2026, 06:30

Alkoholfreier Wein boomt: Warum Deutsche immer öfter zur alkoholfreien Alternative greifen

Ein altes deutsches Weinlabel mit einer Illustration von Trauben und Blättern und einem Text, der den Weinotyp angibt.

Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein boomt: Warum Deutsche immer öfter zur alkoholfreien Alternative greifen

Alkoholfreier Wein liegt in Deutschland im Trend

Der Absatz von alkoholfreiem Wein steigt in Deutschland stark an. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Markt ein Wachstum von 25 Prozent, wobei 2023 fast die Hälfte aller Haushalte zu den Käufern zählte. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend zu leichteren und gesünderen Trinkgewohnheiten wider.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) führt den Aufschwung auf eine verbesserte Qualität und ein größeres Angebot an alkoholfreien Alternativen zurück. 2023 bot bereits jedes dritte Weingut alkoholfreien Wein an – ein Anstieg um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Getränke enthalten höchstens 0,5 Prozent Alkohol und liegen damit deutlich unter den 10 bis 13 Prozent herkömmlicher Weine.

Die deutsche Weinbranche bleibt mit rund 100.000 Hektar Rebfläche, vor allem in Rheinland-Pfalz, ein bedeutender Wirtschaftszweig. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 21,5 Litern (ab 16 Jahren), was insgesamt rund 1,5 Milliarden Liter entspricht. Dennoch macht alkoholfreier Wein bisher nur zwei Prozent des Umsatzes aus.

Auch auf der diesjährigen ProWein in Düsseldorf ist der Trend spürbar: Bei der dreitägigen Fachmesse werden Zehntausende Besucher erwartet. Gesundheitsbewusste Verbraucher treiben die Nachfrage nach leichteren, alkoholarmen Weinen voran und festigen so das stetige Marktwachstum.

Alkoholfreier Wein hat zwar noch einen kleinen, aber rasant wachsenden Anteil am deutschen Weinmarkt. Da immer mehr Weingüter alkoholfreie Sorten anbieten und die Verkäufe stark steigen, wird sich dieser Bereich voraussichtlich weiter ausdehnen. Der Fokus auf Gesundheit und Qualität prägt weiterhin die Verbraucherentscheidungen.

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