23 January 2026, 04:45

Aktiensturz nach Ende der Lock-up-Fristen: Kurs bricht um 18,67 % ein

Ein Aktienmarkt-Diagramm mit einem weißen Hintergrund, Text oben drauf und roten und grünen Pfeilen, die eine mögliche Marktwende anzeigen.

Aktiensturz nach Ende der Lock-up-Fristen: Kurs bricht um 18,67 % ein

Die Aktien des Unternehmens stürzten heute deutlich ab, nachdem langjährige Haltefristen (Lock-up-Agreements) im Handelsregister ausgelaufen sind. Der Kurs brach an der Düsseldorfer Börse um 18,67 % auf 1,22 Euro ein und setzte damit die Verluste fort, die in diesem Jahr bereits mehr als 75 % des Werts vernichtet haben. Der Rückgang folgt auf Befürchtungen, dass nun Insider, die ihre Anteile bisher nicht handeln durften, ihre Bestände verkaufen könnten.

Die Haltefrist, die bestimmte Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und frühe Investoren am Verkauf gehindert hatte, endete offiziell heute. Zu denjenigen, die nun ihre Aktien veräußern dürfen, zählen unter anderem die 3G-Fonds sowie Großaktionäre – konkrete Namen wurden jedoch nicht genannt. Das Auslaufen der Frist löste einen deutlichen Anstieg der Handelsaktivität aus, was darauf hindeutet, dass viele Anleger ihre Positionen schließen, bevor eine erwartete Flut von Aktien auf den Markt kommt.

Die Aktie des Unternehmens hat in den letzten Monaten stark gelitten, vor allem wegen der Verwässerung durch die Finanzierung von Übernahmen. Die Käufe von Plan A und The Remedy Project wurden durch die Ausgabe neuer Aktien finanziert, was das Vertrauen der Investoren erschütterte. Da keine kurzfristigen positiven Impulse in Sicht sind, richtet sich die Aufmerksamkeit nun darauf, wie stark die bisher gebundenen Insider ihre Anteile verkaufen werden. Die Handelsvolumina schossen mit dem Ende der Haltefrist in die Höhe und verstärkten die Ängste vor einem Überangebot. Ohne unmittelbare Wachstumstreiber wird die weitere Kursentwicklung voraussichtlich davon abhängen, in welchem Umfang Insider in den kommenden Tagen verkaufen.

Das Auslaufen der Haltefristen hat den Druck auf eine Aktie weiter erhöht, die 2024 bereits mehr als 75 % an Wert verloren hat. Der heutige Einbruch um 18,67 % spiegelt die gestiegene Verkaufsaktivität wider, während der Markt nun auf Anzeichen für großangelegte Veräußerungen durch ehemalige gebundene Aktionäre achtet. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden entscheidend sein, um zu klären, ob sich der Abwärtstrend fortsetzt.