Agit Kabayel kämpft um seinen großen WM-Traum nach Interimstitel-Sieg
Clara MeyerAgit Kabayel kämpft um seinen großen WM-Traum nach Interimstitel-Sieg
Agit Kabayel hat sich mit Entschlossenheit und Können in den Reihen des Schwergewichtsboxens nach oben gekämpft. Seit seinem Wechsel ins Profilager 2011 hat sich der deutsche Kämpfer einen Namen als widerstandsfähiger und technisch versierter Boxer gemacht. Sein jüngster Sieg gegen Damian Knyba im Januar 2026 festigte seinen Status als Interims-Weltmeister des WBC – und nun strebt er nach einem noch größeren Ziel.
Kabayels Aufstieg zur Weltspitze begann 2023 ernsthaft, als er sich in die globale Box-Elite vorarbeitete. Hochkarätige Siege gegen Arslanbek Makhmudov, Frank Sánchez und Zhilei Zhang markierten seinen Durchbruch unter den Top-Kontrahenten des Sports. Sein letzter Kampf endete mit einem Sieg gegen den bis dahin ungeschlagenen Damian Knyba in Oberhausen und untermauerte seinen Anspruch auf einen WM-Kampf.
Viele von Kabayels wichtigsten Kämpfen fanden in Riad, Saudi-Arabien, statt, wo er sein Talent auf der weltweiten Bühne unter Beweis stellte. Sein respektvoller Umgang mit Gegnern und seine disziplinierte Herangehensweise an den Sport haben ihm nicht nur wegen seiner Bilanz Anerkennung eingebracht. Der Weg zu einer Titelchance war jedoch schon immer von den abgeschotteten Kreisen des Boxsports erschwert. Historische Figuren wie Jack Johnson, der erste schwarze amerikanische Schwergewichtsweltmeister, sahen sich systemischen Barrieren gegenüber, die ihnen faire Chancen verwehrten. Kabayel steht nun vor einer ähnlichen Herausforderung, während er auf einen Kampf gegen den amtierenden Weltmeister Oleksandr Usyk drängt. Zwar ist er weiterhin offen für Interimskämpfe gegen Boxer wie Fabio Wardley oder Filip Hrgović, doch sein ultimatives Ziel ist klar: ein Kampf um die unangefochtene Schwergewichtskrone.
Kabayels Sieg über Knyba hat die Bühne für seinen nächsten Schritt bereitet. Als Interims-Champion des WBC wartet er nun auf die Titelchance, die seine Karriere definieren könnte. Ein Kampf gegen Usyk – oder einen anderen Top-Herausforderer – würde den Höhepunkt jahrelanger harter Arbeit und Beharrlichkeit markieren.