Afrikanische Schweinepest in NRW: Wildschweine sterben – jetzt greifen harte Regeln
Henry KochAfrikanische Schweinepest in NRW: Wildschweine sterben – jetzt greifen harte Regeln
Afrikanische Schweinepest breitet sich in deutschen Wäldern aus und bedroht Wildschweinbestände
Nach dem ersten Nachweis eines infizierten Tieres in Kirchhundem haben die Behörden mit strengen Maßnahmen reagiert, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) einzudämmen. Mittlerweile hat sich das Virus von dem ursprünglichen Fundort aus weiterverbreitet. Allein in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden bei rund 170 verendeten Wildschweinen positive Befunde festgestellt.
Um die Seuche einzudämmen, errichteten die zuständigen Stellen auf einer Fläche von etwa 143.000 Hektar einen 114 Kilometer langen Schutzzaun um die Kernzone. Spezialteams, ausgestattet mit Spürhunden und Drohnen, durchkämmten bereits fast 100 Quadratkilometer Waldgebiet. In den betroffenen Regionen gelten nun verschärfte Regeln: Besucher müssen sich auf markierte Wege beschränken, das Sammeln von Pilzen ist verboten, und Hunde sind anzuleinen. Das Agrarministerium warnt zudem davor, Abfälle ungesichert liegen zu lassen, und fordert die Bevölkerung auf, insbesondere Fleischreste in verschlossenen Behältern zu entsorgen – diese können das Virus auf Wildschweine übertragen.
Verstöße gegen die Auflagen werden mit Bußgeldern zwischen 30 und 25.000 Euro geahndet. Zwar stellt die ASP für den Menschen keine direkte Gefahr dar, doch zielen die Maßnahmen darauf ab, eine weitere Ausbreitung unter Wildtieren zu verhindern.
Die Behörden haben umfangreiche Eindämmungsmaßnahmen eingeleitet, darunter die Errichtung von Zäunen, Suchaktionen und öffentliche Beschränkungen. Während die Zahl der Infektionen in der Region steigt, wird die Lage weiterhin engmaschig überwacht.






