AfD-Demo in Münster-Coerde: Nur 60 Teilnehmer, 450 Gegenprotestler
Lukas AlbrechtAfD-Demo in Münster-Coerde: Nur 60 Teilnehmer, 450 Gegenprotestler
Rechtsextreme Kundgebung in Münster-Coerde zieht nur wenige Teilnehmer an
Bei einer rechtsextremen Demonstration der AfD in Münster-Coerde versammelten sich am Samstag etwa 60 Unterstützer. Gleichzeitig protestierten in der Nähe rund 450 Menschen gegen die Veranstaltung. Die Polizei hielt die beiden Gruppen den ganzen Tag über strikt prominent getrennt.
Die Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) begann um 10 Uhr auf dem Hamannplatz und wurde von Parteimitgliedern sowie Anhängern besucht, darunter auch der Landespressesprecher. Unter den Teilnehmern war Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Nähe Münsters, der argumentierte, Germany brauche Veränderungen in der Wirtschafts- und Migrationspolitik. Zudem kritisierte er die staatlichen Ausgaben für die Ukraine und Israel und behauptete, ältere Menschen in Germany hätten stattdessen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Schon um 9 Uhr hatte am Hohen Heckenweg die Gegenkundgebung begonnen, organisiert von den Initiativen "Keinen Zentimeter den Nazis" und "Coerde ist bunt". Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", schloss sich den Protesten an. Sie wies die Politik der AfD zurück und erklärte, die Partei mache stattdessen Minderheiten für Probleme verantwortlich, anstatt sich mit den eigentlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen.
Die Polizei sorgte dafür, dass die beiden Lager getrennt blieben und es zu keinen direkten Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrationsteilnehmern und den Gegenprotestlern kam.
Während die AfD-Veranstaltung nur geringe Resonanz fand, war die Beteiligung an der Gegenkundgebung deutlich höher. Seit der Wahl 2022 wurden keine unmittelbaren Verschiebungen in der lokalen politischen Stimmung gemeldet. Die Behörden hielten die Ordnung aufrecht und trennten die Gruppen ohne Zwischenfälle.