Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: Ein Ort der Stille verschwindet für immer
Clara MeyerAbschied von der Autobahnkirche Ruhr: Ein Ort der Stille verschwindet für immer
Autobahnkirche Ruhr schließt am Samstag für immer ihre Türen
Die Autobahnkirche Ruhr, eine langjährige Anlaufstelle für Reisende in der Nähe von Bochum, wird an diesem Samstag endgültig geschlossen. Bekannt für ihre stille Einkehr und ihre Unterstützung für Unfallopfer, stand die Kirche Besuchern jahrelang täglich offen.
Die Schließung folgt dem Verkauf des Gemeindegebäudes an einen privaten Käufer. Details über den Erwerber sind Stand Januar 2026 noch nicht bekannt gegeben worden. Mit dem abgeschlossenen Verkauf verliert der Ort seinen geweihten Status – damit enden alle christlichen Gottesdienste an diesem Ort.
Jahrzehntelang besuchte die Kirche täglich etwa 15 Menschen. Zudem fanden hier jährliche Veranstaltungen statt, darunter ein für 2025 geplantes Bikertreffen, das nun abgesagt wird. Für Samstagmorgen ist eine Abschiedsfeier für die Ehrenamtlichen vorgesehen.
Besondere Bedeutung hatte die Kirche als Gedenkort für Verkehrsopfer aus Bochum und der Umgebung. Pläne für eine erweiterte Gedenkstätte, die der Kirchenverein entwickelt hatte, wurden aufgegeben. Auch markante Zeichen wie das von der A40 aus sichtbare Banner "Komm zur Ruhe" werden entfernt.
Mit dem Eigentümerwechsel endet eine Ära für die Autobahnkirche. Ohne Weihe können hier keine Gottesdienste oder Gedenkveranstaltungen mehr stattfinden. Der Verlust hinterlässt bei Reisenden und der lokalen Gemeinschaft eine Lücke – einen Ort der Besinnung und des Gedenkens gibt es damit nicht mehr.