07 January 2026, 04:52

„Aachener Zeitung“ startet mit neuem Format und klarer Regionalstrategie

Zeitung mit gedrucktem Text.

„Aachener Zeitung“ startet mit neuem Format und klarer Regionalstrategie

Die Aachener Zeitung steht vor einem umfassenden Relaunch: Mit einem neuen, kompakteren Format und einer gestrafften Markenidentität. Ab dem späteren Jahresverlauf erscheint die Zeitung im 48-seitigen Halb-Nordisch-Format (Tabloid), das handlicher und praktischer ist. Die Änderungen sind Teil der Modernisierungsstrategie des Verlags Mediahuis Aachen GmbH, der gleichzeitig die starke lokale Berichterstattung beibehalten will.

Der Neuentwurf basiert auf umfangreichen Marktanalysen, die ergaben, dass Leserinnen und Leser ein bequemeres Format bevorzugen. Künftig wird es drei eigenständige Regionalausgaben geben: eine für das Stadtgebiet Aachen, eine für den Kreis Düren und eine dritte für den Kreis Heinsberg. Jede Ausgabe enthält neben exklusiven Lokalnachrichten auch ausgewählte Beiträge aus den angrenzenden Regionen.

Hinter den Kulissen hat Mediahuis seine Position weiter gefestigt. Im Januar 2024 übernahm das Unternehmen die verbleibenden 30 Prozent der Anteile von der Rheinische Post Mediengruppe und ist nun alleiniger Eigentümer. Dieser Schritt folgte auf die Umfirmierung in Mediahuis Aachen GmbH im August 2023. Geschäftsführer Andreas Müller betonte, dass die Umstrukturierung die Effizienz steigern solle – ohne Stellenabbau bei den lokalen Redaktionen. Die bestehenden Reporter bleiben in ihren Regionen tätig, um die umfassende Berichterstattung zu gewährleisten. Ersparnisse aus der Konsolidierung fließen stattdessen in die qualitative Aufwertung des Journalismus. Auch die Markenführung wird vereinfacht: Alle Ausgaben tragen künftig den Haupttitel Aachener Zeitung, während die bisherigen Lokalbezeichnungen als Untertitel erhalten bleiben. Müller zufolge gehe es darum, Tradition mit modernen Lesegewohnheiten zu verbinden und dabei die Kernstärken der Zeitung zu bewahren.

Die überarbeitete Aachener Zeitung startet mit einem kompakteren Layout und einer klareren regionalen Ausrichtung. Der Verlag schließt Stellenstreichungen bei den Lokalreportern aus und kündigt stattdessen Investitionen in den Inhalt an. Die Leser können sich auf die gewohnte Berichterstattung freuen – nun in einem Format, das das Lesen noch angenehmer macht.